Abortelphusa namdaphaensis
Krabbenart aus der Familie Gecarcinucidae
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Die Abortelphusa namdaphaensis ist eine Krabbenart aus der Familie Gecarcinucidae und einziger Vertreter der Gattung Abortelphusa.[1] Die semiterrestrisch lebende Süßwasserkrabbe wurde 2020 im Distrikt Changlang im nordostindischen Bundesstaat Arunachal Pradesh erstmals nachgewiesen. Der Gattungsname ist von den Abor-Bergen in Arunachal Pradesh und dem Suffix -telphusa für Süßwasserkrabben abgeleitet. Der Artname ist vom konkreten Fundort, dem Namdapha-Nationalpark, abgeleitet. Die Exemplare wurden in Höhen zwischen 375 und 657 m gefunden. Hier waren sie unter kleinen Felsen entlang ausgetrockneter oder teilweise ausgetrockneter Bachläufe oder etwas entfernt von diesen aufzufinden.[2]
| Abortelphusa namdaphaensis | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Abortelphusa | ||||||||||||
| Mitra, 2020 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Abortelphusa namdaphaensis | ||||||||||||
| Mitra, 2020 |
Merkmale
Der Carapax ist quadratisch, nur wenig breiter als lang. Die Rückenfläche ist glatt und flach, mit dichten Vertiefungen. Die Kiemenregion ist eingesunken und hat eine feine Streifung. Die Stirn ist breit (etwa die halbe Carapaxbreite), ist in der Mitte konkav und zurückgebogen. Die epigastrischen Leisten sind deutlich, rau und schräg verlaufend. Der äußere Augenhöhlenwinkel ist spitz dreieckig. Der epibranchiale Zahn ist deutlich, klein und stumpf. Zwischen seinem Außenrand und dem äußeren Augenzahn gibt es eine deutliche Spalte. Die Halsfurchen sind undeutlich und nur im hinteren Bereich abgrenzbar. Das Ischium des dritten Maxillipeden hat nahe der Mitte eine Längsrinne. Sein Exopodit hat keine Geißel.[2]
Die Schreitbeine sind lang und schlank. Die Ränder von Dactylus, Propodus und Carpus tragen kurze Borsten. Die thorakalen Sterniten haben verstreute Grübchen, zweiter (S2) und dritter (S3) sind ohne erkennbare Grenze verschmolzen. Die Naht zwischen S3 und S4 ist durch kurze seitliche Rinnen sichtbar. Das Pleon der Männchen ist dreieckig. Das erste Gonopodium ist kräftig, sein Endglied schlank und relativ lang (etwa halb so lang wie das vorletzte) und leicht auswärts gebogen. Das Ende ist stumpf, das basale 2/3 nahezu zylindrisch, das letzte Drittel schmaler werdend. Das zweite Gonopodium ist lang, sein Ende fadenförmig und kurz (weniger als halb so lang wie das Grundglied). Die Vulva der Weibchen liegt auf S6 und ist queroval.[2]
Der Carapax des männlichen Holotyps ist 10,8 mm breit und 9,9 mm lang. Der Carapax des weiblichen Paratyps, ein nicht eiertragendes Exemplar, ist 12,1 mm breit und 10,8 mm lang. Der Carapax ist bernsteingelb, Kiemenregion und Seiten sind schwarzgrau, Bauchseite, Scheren- und Schreitbeine sind bernsteingelb.[2]