Abraham Janson

deutscher Gutsbesitzer und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Abraham Janson (* 19. August 1754 in Harxheim; † 15. März 1823 in Harxheim) war ein deutscher Gutsbesitzer und Politiker.

Leben

Abraham Janson stammte aus einer mennonitischen Familie, die aufgrund von Glaubensverfolgung aus den Niederlanden geflohen sein soll. Sie siedelte sich nach dem Dreißigjährigen Krieg zunächst in Kriegsheim an. Seine Eltern waren Gerhard Janson (1702–1761) und Dorothea Holl (1718–1783); sein Vater hatte zur Hälfte das Gut Geispitz in Harxheim in Erbpacht genommen.[1]

Am 17. Juni 1782 schrieb Janson ein Bittgesuch an die Universität Heidelberg, in dem er um die Ermäßigung des jährlich zu entrichtenden Schutzgelds von 12 fl. auf 6 fl. bat. Andernfalls, schrieb er, sehe er sich genötigt, zu seinen Verwandten nach Krefeld, Neuwied und Monsheim zu ziehen, da dort die Mennoniten weniger Abgaben zu leisten hätten. Das Gesuch wurde bewilligt, bald kam diese Vergünstigung auch allen anderen mennonitischen Untertanen der Universität Heidelberg im Zellertal zu. In einem amtlichen Gutachten vom 11. April 1785 wurde Abraham Janson ein lobendes Zeugnis ausgestellt, in dem seine Tüchtigkeit mit der des Agrarreformers David Möllinger verglichen wurde.[2]

Während Janson 1801 noch als Ackersmann geführt wurde, galt er bereits ab 1806 als alleiniger Gutsbesitzer im Ort. Während der napoleonischen Besatzungszeit der Pfalz war Janson Maire der Mairie Harxheim.

Abraham Janson war seit 1783 mit der aus Ibersheim stammenden Anna Maria Leisy (1768–1823) verheiratet und hatte mit ihr 10 Kinder. Sein Enkel war der Reichstagsabgeordnete Jean Janson.

Literatur

Einzelnachweise

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