Abscopaler Effekt
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Unter dem abscopalen Effekt (lateinisch „ab“ = nicht, fern von und Altgriechisch σκοπός (skopós) = Ziel, Zweck) versteht man die Tumormassereduktion (in der Regel Rückbildung von Metastasen) bei Behandlung anderer Tumoranteile durch Bestrahlung. Er wurde erstmals 1953 von Robert Hereward Mole beschrieben.[1] Der Wirkmechanismus ist nicht bekannt, es wird eine systemische immunologische Reaktion des Körpers gegen den Tumor vermutet, der durch die lokale Behandlung getriggert wird.[2]
Dieser seltene Effekt wurde für verschiedene Tumorentitäten, z. B. Melanom,[3][4][5][6] multiples Myelom,[7] hepatozelluläres Karzinom, Ösophaguskarzinom, Lungenkarzinom (Adenokarzinom), medulläres Schilddrüsenkarzinom, Merkelzellkarzinom, Zervixkarzinom, Lymphome in Fallberichten beschrieben[8] und experimentell z. B. für das Mammakarzinom (Mausmodell)[9] erforscht.