Abu Shouk IDP Camp
Lager für Binnenvertriebene bei al-Fāschir in Nord-Darfur, Sudan
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Das Abu Shouk IDP Camp, lokal auch Naivasha Camp, ist ein großes Lager für Binnenvertriebene etwa 2,5 Kilometer nordwestlich von al-Fāschir, der Hauptstadt des Bundesstaats Schamal Darfur (Nord-Darfur) in Sudan. In der Nähe befinden sich zudem im Osten bzw. Süden die IDP Camps El Salam und Nifasha.

Größe
Das Lager wurde während des Darfur-Konflikts im Jahr 2003 gegründet und hat eine Fläche von mehr als 12 km².[1] Um 2009 lebten etwa 54.000 Menschen im Lager.[2] Im November 2022 lag die Zahl bei etwa 105.000 Menschen[1] und stieg nach Ausbruch des Krieges im April 2023 weiter auf Schätzungen nach etwa 190.000 Menschen im November 2024.[3]
Angriffe
Am 22. Mai 2024 wurde das Camp von den Rapid Support Forces (RSF) angegriffen. Zehntausende Einwohner flohen vor der Gewalt.[4][5] Auch im weiteren Kriegsverlauf kam es zu Angriffen auf die von der RSF belagerte Stadt al-Fāschir und die umgebenden Flüchtlingslager.[6] Am 11. August 2025 starben bei einem Angriff laut dem OHCHR mindestens 57 Zivilisten und mindestens 32 weitere bei Angriffen zwischen dem 16. und 20. August. Bei 16 Tötungen handelte es sich „offenbar um standrechtliche Hinrichtungen“.[7] Laut Darfur Network for Human Rights (DNHR) trafen am 20. und 21. August 2025 Artilleriebeschuss der RSF das Flüchtlingslager, wobei mindestens 14 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt wurden.[8]
