Acaulimalva

Gattung der Familie Malvengewächse (Malvaceae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Acaulimalva ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Die 21 Arten sind in Südamerika verbreitet.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Acaulimalva

Acaulimalva sulphurea

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Unterfamilie: Malvoideae
Tribus: Malveae
Gattung: Acaulimalva
Wissenschaftlicher Name
Acaulimalva
Krapov.
Schließen

Beschreibung

Habitus, Laubblätter und Blüten von Acaulimalva alismatifolia im Habitat

Vegetative Merkmale

Acaulimalva-Arten sind sommergrüne, stängellose, ausdauernde krautige Pflanzen.[2] Es wird ein verholzender „Wurzelstock“ ausgebildet.[3]

Die in grundständigen Rosetten angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert.[3] Die zwei Nebenblätter sind frei.[2]

Generative Merkmale

Auf einem deutlichen Blütenstandsschaft befindet sich eine einzelne Blüte oder sind zwei bis sechs Blüten befinden sich in einem Blütenstand.[2] Blütenstiele sind oft kaum erkennbar.[2]

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen.[2] Die vielen Staubblätter sind einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna, aber der obere Bereich der Staubfäden ist frei.[3][2] Acht bis zwanzig Fruchtblätter bilden einen Fruchtknoten.[2]

Die Spaltfrüchte zerfallen in acht bis zwanzig Teilfrüchte.[3][2]

Systematik und Verbreitung

Taxonomie

Die Gattung Acaulimalva wurde 1974 durch Antonio Krapovickas in Acaulimalva, nuevo género de Malváceas. in Darwiniana, Volume 19, S. 10 aufgestellt.[1] Der Gattungsname Acaulimalva aus dem altgriechischen Wort acaulis für „stängellos“ und der Gattung Malva, deren Blüten sich ähnlich sehen. Die Arten wurden aus der Gattung Malvastrum ausgegliedert.[4]

Äußere Systematik

Die Gattung Acaulimalva gehört zur Sphaeralcea-Allianz aus der Tribus Malveae in der Unterfamilie Malvoideae innerhalb der Familie der Malvaceae. Innerhalb dieser Verwandtschaftsgruppe wird die Stellung und Umfang der Gattungen noch diskutiert.[4]

Arten und ihre Verbreitung

Die Acaulimalva-Arten sind in Südamerika von Kolumbien sowie Venezuela über Bolivien sowie Ecuador bis Peru und ins nordwestliche Argentinien verbreitet.[1] Das Zentrum der Artenvielfalt sind die peruanischen Anden. Die Acaulimalva-Arten gedeihen in größeren Höhenlagen in den Anden.[4][2]

Es gibt seit 2010 etwa 21 Arten:[1]

  • Acaulimalva acaulis (Dombey ex Cav.) Krapov. (Syn.: Malva acaulis Dombey ex Cav., Malvastrum acaule (Dombey ex Cav.) A.Gray, Malveopsis acaulis (Dombey ex Cav.) Kuntze): Sie kommt nur in der peruanischen Region Lima vor.[1]
  • Acaulimalva alismatifolia (K.Schum. & Hieron.) Krapov. (Syn.: Malvastrum alismatifolium K.Schum. & Hieron.): Sie kommt nur in der peruanischen Region Cajamarca vor.[1]
  • Acaulimalva betonicifolia (A.W.Hill) Krapov. (Syn.: Malvastrum betonicifolium A.W.Hill, Malvastrum purdiaei var. huantense Baker): Sie kommt im zentralen Peru vor.[1]
  • Acaulimalva crenata (A.W.Hill) Krapov. (Syn.: Malvastrum crenatum A.W.Hill): Sie kommt in Peru vor.[1]
  • Acaulimalva dryadifolia (Solms) Krapov. (Syn.: Malvastrum dryadifolium Solms, Malvastrum hauthalii Ulbr.): Sie kommt vom südlichen Peru bis Bolivien vor.[1]
  • Acaulimalva engleriana (Ulbr.) Krapov.: Sie kommt in Peru vor.[1]
  • Acaulimalva glandulifera Krapov.: Sie wurde 2006 aus Peru erstbeschrieben.[5][1]
  • Acaulimalva hillii Krapov.: Sie wurde 1974 erstbeschrieben und kommt im zentralen Peru vor.[1]
  • Acaulimalva nubigena (Walp.) Krapov. (Syn.: Malva nubigena (Walp.) Wedd., Malvastrum nubigenum (Walp.) Baker f., Sida nubigena Walp., Malvastrum buchtienii Pax, Malvastrum fiebrigii Ulbr., Malvastrum nubigenum var. bipinnatifidum R.E.Fr., Malvastrum tuberculatum A.W.Hill, Malveopsis acaulis var. boliviensis Kuntze, Nototriche incisa Turcz.): Sie kommt von Peru bis ins nordwestliche Argentinien vor.[1]
  • Acaulimalva oriastrum (Wedd.) Krapov.: Sie kommt im zentralen Bolivien vor.[1]
  • Acaulimalva parnassiifolia (Hook.) Krapov.: Sie kommt von Ecuador bis ins nördliche Peru vor.[1]
  • Acaulimalva pazensis Krapov.: Sie wurde 2010 aus Bolivien erstbeschrieben.[1]
  • Acaulimalva purdiaei (A.Gray) Krapov.: Sie kommt vom nordöstlichen Kolumbien bis ins nordwestliche Venezuela vor.[1]
  • Acaulimalva purpurea (A.W.Hill) Krapov.: Sie kommt in Kolumbien nur in Santander vor.[1]
  • Acaulimalva rauhii (Hochr.) Krapov.: Sie kommt nur im nördlichen zentralen Peru vor.[1]
  • Acaulimalva rhizantha (A.Gray) Krapov.: Sie kommt vom zentralen bis südlichen Peru sowie westlichen Bolivien vor.[1]
  • Acaulimalva richii (A.Gray) Krapov.: Sie kommt im zentralen Peru vor.[1]
  • Acaulimalva steinbachii Krapov.: Sie wurde 1974 erstbeschrieben und kommt im zentralen Bolivien vor.[1]
  • Acaulimalva stuebelii (Hieron.) Krapov.: Sie kommt nur in der peruanischen Region Cajamarca vor.[1]
  • Acaulimalva sulphurea Krapov.: Sie wurde 1974 erstbeschrieben und kommt nur in der peruanischen Region Cajamarca vor.[1]
  • Acaulimalva weberbaueri (Ulbr.) Krapov.: Dieser Endemit kommt nur im südlichen Teil der peruanischen Region Ancash vor.[1]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI