Acid Red 73

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

C.I. Acid Red 73 ist ein roter Disazofarbstoff aus der Gruppe der Säurefarbstoffe.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Acid Red 73
Allgemeines
Name Acid Red 73
Andere Namen
  • Dinatrium-7-hydroxy-8-[(E)-{4-[(E)-phenyldiazenyl]phenyl}diazenyl]-1,3-naphthalindisulfonat (IUPAC)
  • C.I. 27290
  • Crocein Scharlach 3B
Summenformel C22H14N4Na2O7S2
Kurzbeschreibung

gelbstichiges, rotes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 5413-75-2
EG-Nummer 226-502-1
ECHA-InfoCard 100.024.093
PubChem 21519
ChemSpider 10660819
Wikidata Q27159434
Eigenschaften
Molare Masse 556,48 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

Acid Red 73 wurde 1885 von Meinhard Hoffmann und den Cassella Farbwerken Mainkur patentiert[2] und unter der Bezeichnung Brillantcroceïn M vermarktet.[3]

Herstellung

Acid Red 73 wird durch Diazotierung von p-Aminoazobenzol mit Natriumnitrit und Kupplung des Diazoniumsalzes auf 2-Naphthol-6,8-disulfonsäure synthetisiert.[2]

Verwendung

Acid Red 73 wird zum Färben von Wolle und Seide verwendet. Unter Zusatz des Beizmittels Aluminiumsulfat ist er zur Färbung von Baumwolle und Papier geeignet. Die Färbungen sind lichtecht und säureecht, jedoch nicht waschecht.[3]

Acid Red 73 war nach der 1959 erlassenen Farbstoff-Verordnung unter der Bezeichnung „4-Amidoazobenzol→2-Oxynaphthalin-6,8-disulfonsäure (Natriumsalz)“ als Farbstoff zum Stempeln der Oberfläche von Lebensmitteln und Lebensmittelverpackungen sowie zum Färben von Eierschalen erlaubt.[4] In der Neufassung der Verordnung vom 20. Januar 1966 wurde der Farbstoff nicht mehr gelistet.[5]

Einzelnachweise

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