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Adam Burkhard von Pürkenstein

kurfürstlich-bayerischer Artillerieoffizier und der Leiter der ersten bayerischen Artillerieschule From Wikipedia, the free encyclopedia

Johann Adam Burkhard von Pürkenstein (~ 13. Juli 1652 in Wien[1]; † 4. April 1704 in München) war ein kurfürstlich-bayerischer Artillerieoffizier und der Leiter der ersten bayerischen Artillerieschule.

Leben

Johann Adam Burkhard von Pürkenstein (Birkenstein) wurde getauft als Johann Adam Burkhart.[1] Seine Eltern waren Anton Burkhart, Hofmusikus der verwitweten Kaiserin Eleonora, und Maria Ursula Wall.[2] Nach dem Tod von Eleonora zogen die Eltern 1655/56 nach Salzburg, wo der Vater als Kammerdiener („cubicularius“) in die Dienste des Fürsterzbischofs trat. Dort kamen von 1657 bis 1668 sieben Geschwister von Burkhard zur Welt.[3] Burkhard schrieb sich am 30. Oktober 1662 zum Studium an der Benediktiner-Universität Salzburg ein.[4]

Burkhard war ein Bruder des in österreichischen Diensten stehenden Hofkriegsrats Anton Ernst Burkhard von Birckenstein, der 1696 von Kaiser Leopold I. das Freiherrendiplom erhielt.

Burkhard hatte sich im Türkenkrieg 1683 als Stuckhauptmann des Majors Gersdorf einen Namen gemacht. Als der bayerische Kurfürst Max Emanuel mit Dekret vom 6. Mai 1685 die Errichtung der ersten Artillerie-Schule in Bayern anordnete, ernannte er Burkhard von Pürkenstein zum Oberfeuerwerksmeister dieser Anstalt, die am 17. Januar 1686 mit 50 Schülern in München eröffnet wurde.

Der Betrieb der Schule unter Burkhard von Pürkenstein dauerte nur drei Jahre, da dieser am 28. Juli 1689 vom Kurfürsten mit 15 seiner bestausgebildeten Feuerwerker zur Belagerung von Mainz an den Rhein beordert wurde (gemeinsam mit dem Ingolstädter Oberstuckhauptmann Stephan Koch). 1691 findet er sich als Stücklieutenant bei den Truppen, die zur Unterstützung des Herzogs Viktor Amadeus II. nach Piemont geschickt wurden.

Burkhard von Pürkenstein verfasste um 1691 eine undatierte Schrift Conamen selectorum artis magnae Artilleriae modernae, die sich mit den Wurfgeschützen und Verbesserungen der Geschosse und den in dieser Zeit vielfach angewandten Petarden beschäftigt. Auf der Titelseite bezeichnete er sich als „der kurfürstlichen Durchlaucht in Bayern bestellten Kammermusikus und vorhin gewesenen Oberfeuerwerksmeister“.

1699 übernahm er wieder die Leitung der Schule. Am 4. April 1704 kam er dort mit einem Offizier und 17 Büchsenmeistern bei der Explosion des Laboratoriums ums Leben.[5]

Burkhard von Pürkenstein war seit spätestens 1685 verheiratet mit Maria Anna Franziska Adelheid Albrecht.[6] Das Testament seines Bruders erwähnt seinen Sohn Franz Antoni Burckhard von Bürckhenstein (als Ersatzerben)[7][8] sowie einen „geistlichen Herrn Bruder“ Pater Bonifatius Bürckenstein OSB.[9]

Werke

  • Conamen selectorum artis magnae Artilleriae modernae. München 1691. Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 3688 (noch nicht digitalisiert). Kurzbeschreibung in: Johann Andreas Schmeller: Die Deutschen Handschriften der K. Hof- und Staatsbibliothek zu Muenchen nach J. A. Schmellers kürzerem Verzeichnis. 2. Theil. In Commission der Palmschen Hofbuchhandlung, München 1866 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis; Tomus 6), S. 385 (Online).

Literatur

Einzelnachweise

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