Adam Friedreich
deutscher Jurist und Politiker
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Leben
Johann Adam Friedreich besuchte das Königliche Gymnasium zu Würzburg.[3] Ab November 1815 war er an der Julius-Maximilians-Universität eingeschrieben und wurde Kandidat der Philosophie.[4] 1815 wurde er Mitglied des Corps Franconia Würzburg.[5] Anfang 1820 kam er nach einer Schlägerei zwischen Landsmannschaftern und Burschenschaftern in Polizeihaft, da er die auslösende Verrufserklärung des Würzburger Senioren-Convents gegen die Burschenschaft verfasst hatte. Er wurde mit dem Consilium abeundi bestraft und musste zum Ende des Semesters die Universität wechseln.[6] Ab dem Sommersemester 1820 studierte er Rechtswissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen.[7]
Friedreich wurde Appellationsgerichtsakzessist und schließlich 1827 als Rechtsanwalt in Würzburg zugelassen.[8] Auch 1840[9] und 1844[10] war er dort noch als Rechtsanwalt tätig. 1842 kam es in einem politischen Prozess vor dem Appellationsgericht Freising zu einem Endurteil gegen ihn und 20 Würzburger Bürger.[11] Er ist im Schwarzen Buch der Frankfurter Bundeszentralbehörde (Eintrag Nr. 465) festgehalten.[12]
1845[13] wurde er Appellationsgerichtsrat am Appellationsgericht von Unterfranken und Aschaffenburg. 1853[14] wurde er zum Oberappellationsgerichtsrat am Bayerischen Oberappellationsgericht München, zugleich Kassationshof für die Pfalz, befördert. Dort war er bis 1859 tätig.[15][16]
1848 war er Mitglied des Vorparlaments,[17][18] nahm aber nicht an allen Abstimmungen teil[19]. Für die Frankfurter Nationalversammlung wurde Friedreich als 2. Ersatzmann im Wahlkreis Gemünden gewählt[20][21], kam aber nicht zum Einsatz.
Er war mit Eva Friedreich geb. Goldmayer († 1853) verheiratet und hatte mit ihr vier Kinder.[22] Ihre Kinder hießen Marie[23], Julie, Babette (Barbara Johanna) und Nikolaus[24], letzterer war Mediziner (Dr. med.).[25]
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Einige Bemerkungen über die Beweisregeln des Criminalprocesses. In: Beiträge zur Gesetzgebung und practischen Jurisprudenz mit besonderer Rücksicht auf Bayern. 2. Band, Würzburg 1828, S. 1–55. Online
- Betrachtungen über das Verbrechen des Betrugs vom legislativen Standpunkte aus. In: Annalen der deutschen und ausländischen Criminal-Rechtspflege. Jahrgang 1841, Altenburg 1841, S. 305–341. Online
- Bemerkungen über die Rechtsmittel im französischen Strafverfahren, mit besonderer Rücksicht auf das bayerische Gesetz vom 10. November 1848. Aschaffenburg 1851. Online
- Der französische Cassationshof. Aschaffenburg 1852. Online
- De cassatie-regtspleging in Frankrijk en elders.‘s Gravenhage 1853. Online