Adam Friedrich Geisler
deutscher Schriftsteller
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Ausbildung
Von 1772 bis 1774 besuchte Geisler die Fürstenschule Schulpforta und studierte danach Rechtswissenschaft und Kameralwissenschaft an der Universität Leipzig.[2]
Autor, Herausgeber, Verleger
Hauptsächlich in den 1780er Jahren veröffentlichte Geisler sehr viele Werke. Auch viele anonym erschienene wurden ihm zugeschrieben.[3]
Teilweise werden auch die 1774 in Mitau, heute Jelgava (Lettland) veröffentlichten Romanzen dem damals 17-Jährigen zugetraut.[4]
1781 erschien in Bremen das Lustspiel Die Beiden Wechselbälge, oder Was thut die Einbildung nicht? mit dem Autor „A. F. G - r, dem jüngern“.[5]
1782/83 veröffentlichte Geisler die erste, aber sehr umstrittene Ausgabe der Gedichte Ludwig Höltys.[6] Im 19. Jahrhundert zeigte sich, dass die Vorwürfe übertrieben waren.[7]
In der Buchhandlung der Gelehrten zu Dessau sorgte er für den erfolgreichsten Titel mit: Adam Friedrich Geisler's, des jüngern, Geschichte und Zustand der Königlich-Grosbrittannischen Kriegsmacht zu Wasser und zu Lande von den frühesten Zeiten bis an's Jahr 1784. Nebst einem Abris des lezten amerikan. Krieges...[8] Die „Buchhandlung der Gelehrten“ in Dessau war ein „Selbstverlagsunternehmen für Autoren auf genossenschaftlicher Grundlage, das bis 1788 bestand.“[9]
Das von Geisler herausgegebene Archiv weiblicher Hauptkenntnisse[10] wird als die erste deutsche Frauenzeitschrift für die alltäglichen Probleme („Hausfrauenblatt“) gesehen.[11]
Zeichner
Geisler gab auch eine Sammlung von „Ansichten der Stadt Leipzig“ heraus[12] – wiederum mit umstrittenem Anteil.[13] Bilder, unterschrieben mit „Geisler jun.“ werden meist Adam Friedrich Geisler, dem Jüngeren zugeordnet,[14][15] aber auch Christian Gottfried Heinrich Geißler, einem Leipziger Kupferstecher, der zur selben Zeit in Erscheinung trat.[16]
Rückzug aus der Öffentlichkeit
1794 hat Geisler einen großen Teil seiner Verlagsrechte nach Prag an Albrecht und Komp. verkauft.[17] Mit Johann Friedrich Ernst Albrecht und dessen Frau Sophie Albrecht hatte er bereits vorher zusammengearbeitet.[18]
Literatur
- Hilmar Schmuck, Willi Gorzny (Hrsg.): Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums (GV) 1700–1900. Band 44. Gat - Gek. München 1982, S. 413 ff. (Sammlung von Drucken, die mit A.F. Geisler verbunden werden; u. a. mit der Bemerkung auf S. 414, dass er 1823 noch lebte)