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Adaptierter Schwimmbecken-Tank-Reaktor Austria

Forschungsreaktor From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Adaptierte Schwimmbecken-Tank-Reaktor Austria (ASTRA) war ein Forschungsreaktor, der auf dem Gelände des Österreichischen Reaktorzentrums Seibersdorf (südöstlich von Wien) als Teil des heutigen Austrian Institute of Technology erbaut und betrieben wurde. Er war von 1960 bis 1999 in Betrieb.

Zeitablauf

Weitere Informationen Zeit, Leistung ...
ZeitLeistung
September 1960100 kW (erste Kritikalität)
Mai 19621 MW
August 19625 MW
August 19696 MW
19727 MW
Januar 19758 MW
~19899,5 MW
1999Abschaltung
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Forschung

Zu den aufwändigsten physikalischen Experimenten, die am ASTRA-Reaktor durchgeführt wurden, gehört das Neutronenzerfallsexperiment.[1] Hier wurde das Spektrum der Rückstoßprotonen, die beim Zerfall des Neutrons entstehen, gemessen; das Zentrum eines hochevakuierten tangentialen Strahlrohrs des Reaktors diente dabei als Neutronenquelle. Ziel des Experiments war die Bestimmung des Verhältnisses der beiden Kopplungskonstanten gA und gV der schwachen Wechselwirkung aus der Form des Spektrums der Rückstoßprotonen. Dieses Spektrum wurde mit Hilfe eines elektrostatischen Spektrometers analysiert; die Zählung der Protonen erfolgte durch einen Ionen-Elektronen-Konverter.

Das Ergebnis war[2] |gA/gV| = 1.259 ± 0.017. Das ist in guter Übereinstimmung mit dem neuesten – viel genaueren – Mittelwert[3] gA/gV = - 1.2695 ± 0.0029, der an polarisierten Neutronen gemessen wurde und daher auch das Vorzeichen enthält.

Siehe auch

Literatur

  • R. Dobrozemsky: Production of a Clean Neutron Gas for Decay and Scattering Experiments. In: Nuclear Instruments and Methods. 118 (1974), S. 1–37.
  • Österreichische Studiengesellschaft für Atomenergie: Astra-Reaktor Reaktorzentrum Seibersdorf. Wien, Koska Verlag, (1961)

Einzelnachweise

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