Adenomyosis uteri
adenomyosis
From Wikipedia, the free encyclopedia
Adenomyose oder Adenomyosis uteri ist das Einwachsen von Gebärmutterschleimhaut in die Gebärmutterwand.[1] Zu den Symptomen gehören oft starke und schmerzhafte Menstruationsblutungen. Einige Frauen zeigen jedoch keine Symptome.[2][1] Weitere Symptome können chronische Beckenschmerzen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sein.[2] Zu den mögliche Komplikationen kann Unfruchtbarkeit gehören. Die Erkrankung tritt darüber hinaus häufig in Verbindung mit Endometriose auf.[1]
| Klassifikation nach ICD-10-GM | |
|---|---|
| N80.0 | Endometriose des Uterus
Inkl.: Adenomyosis uteri |
| ICD-10 online (GM-Version 2026) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| GA11 | Adenomyosis |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Die Ursache ist unklar.[2] Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Übergewicht, die Einnahme der Antibabypille, Kaiserschnitt, vorausgegangene Schwangerschaften sowie Ausschabungen.[2] Der zugrundeliegende Mechanismus könnte eine Verletzung und Reparatur des Uterusinneren oder des Müller-Gangs beinhalten.[3] Die Diagnose wird aufgrund der Symptome vermutet und durch Ultraschall, MRT oder einer Biopsie bestätigt.[2][3] Es kann ein kleiner oder großer Bereich der Gebärmutter betroffen sein.[3] Häufig ist die Gebärmutter vergrößert, obwohl es sich nicht um Krebs handelt.[2][3]
Die Symptome können durch NSAR, der Antibabypille, der Hormonspirale oder Danazol gelindert werden.[2] Zu den Verfahrensoptionen gehören die Uterusarterienembolisation, die Endometriumablation und die Myomektomie.[2] Bei Frauen, die keine weiteren Kinder wünschen, besteht die Möglichkeit der operativen Entfernung der Gebärmutter.[2]
Etwa 20 bis 35 % der Frauen sind von Adenomyose betroffen.[2] Sie tritt am häufigsten bei Menschen im reproduktionsfähigen Alter auf. Die Diagnose wird in vielen Fällen im Alter zwischen 40 und 49 Jahren gestellt.[1][3] Die Erkrankung wurde erstmals im Jahr 1860 vom österreichischen Pathologen Carl von Rokitansky beschrieben.[2] Der Begriff leitet sich von „adenos“ (Drüse), „myo“ (Muskel) und „osis“ (Krankheit) ab.[4]