Adolf Flachs

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Adolf Flachs (* 27. Mai 1856 in Galatz, Fürstentum Moldau; † 3. Juli 1922 in Berlin) war ein deutschsprachiger Schriftsteller und Publizist in Bukarest, Wien und Schöneberg.

Leben und Wirken

Sein Vater Benedikt Flachs war Großkaufmann, die Mutter Ernestine trug auch den jüdischen Namen Schaje.[1] Adolf Flachs besuchte zeitweise eine Bürgerschule in Leipzig und dann das Gymnasium in Czernowitz in Rumänien. Anschließend studierte er Rechtswissenschaft in Wien. Seit 1880 war er als Redakteur des neugegründeten Bukarester Tagblatts tätig und schrieb auch für deutsche, rumänische und französische Zeitungen.[2] 1889 zog er nach Wien als Journalist und freier Schriftsteller und hielt sich zeitweise auch in Sarajevo, Rom, Berlin und Zürich auf. 1892 heiratete er Luise Fokschaneanu, die später als Übersetzerin tätig war. 1896 zogen beide nach Schöneberg bei Berlin, 1905 nach Brüssel und 1907 wieder nach Schöneberg.

Werke (Auswahl)

Adolf Flachs veröffentlichte Erzählungen, Romane und Theaterstücke, meist mit humoristischem oder rumänisch-landeskundlichem Inhalt. Er übersetzte auch einige Werke aus dem Rumänischen.

Autor
  • Der erste Patient, Schwank, 1894
  • Ein gebeizter Schurke. Übermütige Geschichten, 1899
  • Die Nonne von Ghioceni und andere rumänische Geschichten, 1899
  • Rumänische Hochzeits- und Totengebräuche, 1899
  • Dragan Bratow. Ein Roman aus Bulgarien, 1899
  • System Aubert, Komödie, 1904
  • Der Lump, Drama, 1905
  • Korrekt, Drama, 1905
  • Fein gesponnen, Roman, 1906
  • Die Stiefellotterie und andere Humoresken, 1911
  • Der Herr aus Sofia, Schwank, 1916
  • Neue Menschen , Roman, 1917
  • Kaliope Mavros, die Venus von Braila. Rumänische Erzählung, 1917, Neuausgabe 1922
  • Die Liebe von Zigeunern stammt ...! Erzählung aus Rumänien, 1918
  • Bei uns in Russland, Komodie, 1919
Übersetzungen
  • I. L. Caragiale, Anca. Rumänisches Drama in zwei Akten, 1902
  • G. Tutoveanu, Gedichte. Bukarest 1934

Literatur

Einzelnachweise

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