Adolf Lallinger
deutscher Schauspieler
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Adolf Lallinger (* 30. November 1897[1] in Augsburg; † 8. Dezember 1955 in München) war ein deutscher Schauspieler. Er wurde als Theaterschauspieler am Bayerischen Staatsschauspiel bekannt.
Leben
Adolf Lallinger begann seine Bühnenlaufbahn bei der „Holtorf-Truppe“ in Heide und am Stadttheater Landshut.[1] Ab den 1920er Jahren war er über drei Jahrzehnte als „viel verwendbarer“ Schauspieler fest am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert.[1] In der Spielzeit 1926/27 wird er am Bayerischen Staatsschauspiel in der „Abteilung für kleine Rollen und Komparserie“ als Schauspieler aufgeführt.[2] In der Spielzeit 1928/29 wirkte er am Bayerischen Staatsschauspiel in einer Studio-Aufführung der „Jungen Bühne“ in der Uraufführung des Schauspiels Werlhof von Hans Kaempfer mit.[3] 1933 spielte er am Residenztheater München den Hauser im NS-Propagandastück Schlageter.[4]
Er trat auch in Film und Fernsehen in Erscheinung. 1922 war er unter Otto Linnekogel in dem Spielfilm Die Talfahrt des Severin Hoyer zu sehen.[5] 1933 spielte er in Franz Seitz seniors Propagandafilm S.A. Mann Brand die Rolle des Kommunisten Ludwig.[6]
Als Sprecher wirkte er in Rundfunksendungen des Bayerischen Rundfunks und des Reichssenders München mit.
Im Deutschen Bühnen-Jahrbuch 1948 wird sein Wohnsitz im Münchner Stadtteil Schwabing-West (Habsburgerstr. 3) angegeben. Adolf Lallinger war mit der Schauspielerin Nora Minor verheiratet. Er starb im Dezember 1955 im Alter von 58 Jahren in einem Krankenhaus in München.[1]
Rollen am Bayerischen Staatsschauspiel (Auswahl)
Theater am Brunnenhof
- 1945/46: Liliom (von Ferenc Molnár), Rolle: Der Ärmlichgekleidete, Regie: Friedrich Ulmer
- 1946/47: Und Pippa tanzt (von Gerhart Hauptmann), Rolle: Jonathan, Regie: Falk Harnack
- 1946/47: Wir sind noch einmal davongekommen (von Thornton Wilder), Rolle: Fred Bailey, Regie: Paul Verhoeven
- 1946/47: Ein altes deutsches Weihnachtsspiel (von Max Mell), Rollen: Erster und Zweiter Wirt, Regie: Heinz Leo Fischer
- 1946/47: Der Soldat Tanaka (von Georg Kaiser), Rolle: Reisbauer, Regie: Heinz Leo Fischer
- 1946/47: Stella (von Johann Wolfgang von Goethe), Rolle: Kammerdiener, Regie: Rudolf Bach
- 1946/47: Drei Mann auf einem Pferd (von John Cecil Holm/George Abbott), Rolle: Josuah, Regie: Erhard Siedel
- 1947/48: Ein Traumspiel (von August Strindberg), Rollen: Souffleur / Dekan der Theologie, Regie: Hellmuth Renar
- 1947/48: Der Revisor (von Nikolai Gogol), Rolle: Ein pensionierter Beamter, Regie: Paul Verhoeven
- 1947/48: Der Hauptmann von Köpenick (von Carl Zuckmayer), Rolle: Kämmerer, Regie: Otto Wernicke
- 1948/49: Undine (von Jean Giraudoux), Rolle: Fischer, Regie: Hellmuth Renar
- 1948/49: Diener zweier Herren (von Carlo Goldoni), Rolle: Kellner, Regie: Bruno Hübner
- 1948/49: Heinrich VII. (von Hans Rehberg), Rolle: Bürger, Regie: Arnulf Schröder
- 1948/49: Wie es euch gefällt (von William Shakespeare), Rolle: Denis, Regie: Arnulf Schröder
- 1949/50: Romeo und Julia (von William Shakespeare), Rolle: Bürger von Verona, Regie: Bruno Hübner
- 1949/50: Der Zerrissene (von Johann Nestroy), Rolle: Knecht, Regie: Bruno Hübner
- 1949/50: Das träumende Mädchen (von Elmer Rice), Rollen: Polizist / Kellner, Regie: Hermann Wenninger
Residenztheater
- 1950/51: Der Verschwender (von Ferdinand Raimund), Rolle: Bedienter, Regie: Bruno Hübner
- 1950/51: Die Pfingstorgel (von Alois Johannes Lippl), Rolle: Melchior Brotladen, Regie: Alois Johannes Lippl
- 1951/52: Theaterg’schichten (von Johann Nestroy), Rolle: Schauspieler, Regie: Alois Johannes Lippl
- 1951/52: Wölfe und Schafe (von Alexander Ostrowski), Rolle: Maler, Regie: Robert Michal
- 1952/53: Cäsar und Cleopatra (von George Bernard Shaw), Rolle: Ein Perser, Regie: Alois Johannes Lippl
Filmografie
- 1922: Die Talfahrt des Severin Hoyer
- 1933: S.A. Mann Brand
- 1934: Um das Menschenrecht[9]
- 1939: Drei wunderschöne Tage
Weblinks
- Adolf Lallinger bei IMDb