Adolf Monien
deutscher kommunistischer Politiker der Memelländischen Arbeiterpartei (MAP)
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Adolf Monien (* 5. August 1894 in Prielaken, Kreis Fischhausen; † nach 1945) war ein deutscher kommunistischer Politiker der Memelländischen Arbeiterpartei (MAP). Er war neben Hermann Suhrau deren Co-Vorsitzender. Ab 1927 Mitglied des Seimelis in Memel, war Monien ab 1936 Fraktionsvorsitzender der Memelländischen Einheitsliste.
Leben
Monien war Tischler und wurde für seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Frontkämpferehrenkreuz ausgezeichnet.[1] Mit der Wahl zum II. Seimelis am 30. August 1927 zog Monien als einer von zwei Vertretern der MAP ins memelländische Landesparlament ein. Zur Wahl 1935 wurde er über die Memelländische Einheitsliste erneut Mitglied des Seimelis und übernahm ein Jahr später vom verstorbenen Arthur Papendick den Fraktionsvorsitz.
1939 wurde Monien neben Wilhelm Bertuleit, Otto Sziegaud und Herbert Böttcher Mitglied des Landesdirektoriums als zentrales Exekutiv-Organ des Memellands. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der NSDAP. Mit dem Anschluss des Memellands an das Dritte Reich durch das deutsche Ultimatum an Litauen wurde Monien aktiv in der Deutschen Arbeitsfront in Königsberg. Im Anschluss war er innerhalb der Stadtverwaltung von Memel tätig.
Während des Zweiten Weltkriegs war er sowohl Teil des Luftschutzes als auch des Volkssturms. Mit dem Durchbruch der Roten Armee an der Memel im Rahmen der Ostpreußischen Operation zum Ende des Zweiten Weltkriegs gilt Monien als verschollen.