Adolph Woermann (Schiff, 1922)

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Die Adolph Woermann war ein Kombischiff, das von 1922 bis 1939 im Dienst der Woermann-Linie stand. Am 22. November 1939 wurde das Schiff selbstversenkt.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Adolph Woermann
Schiffsdaten
Flagge Deutsches Reich Deutsches Reich
Schiffstyp Kombischiff
Bauwerft Blohm & Voss, Hamburg
Baunummer 395
Stapellauf 15. Juni 1922
Übernahme 16. November 1922
Verbleib Am 22. November 1939 selbstversenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Breite 17,75 m
Tiefgang (max.) 11,42 m
Vermessung 8577 BRT
4944 NRT
 
Besatzung 156 Mann
Maschinenanlage
Maschine 1 × Getriebeturbine
Maschinen­leistung 3.300 PS (2.427 kW)
Höchst­geschwindigkeit 12,0 kn (22 km/h)
Propeller 1
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 8210 tdw
Zugelassene Passagierzahl 1. Klasse: 100
2. Klasse: 57
3. Klasse: 134
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Geschichte

Die Woermann-Linie ließ die Adolph Woermann bei der Hamburger Werft Blohm & Voss bauen. Dort lief das Schiff als Baunummer 395 am 15. Juni 1922 vom Stapel und wurde am 16. November an die Reederei abgeliefert.[1][2] Am 25. November stach die Adolph Woermann zu ihrer Jungfernfahrt in See. In den Folgejahren war das Schiff im Liniendienst nach West- und Ostafrika im Einsatz. 1934 wurden die Passagierkabinen neu geordnet, indem die Zweite und Dritte Klasse zur Touristenklasse zusammengefasst wurden.[1]

Am 25. Juli 1939 lief die Adolph Woermann aus Mombasa aus und trat die Rückfahrt um das Kap der Guten Hoffnung ins Deutsche Reich an. Einen Monat später, am 25. August, verließ das Schiff Walfischbucht und lief aufgrund der Kriegsgefahr am Folgetag Lobito an, wo es die ersten Monate des Zweiten Weltkriegs verbrachte. Gemeinsam mit der Windhuk trat die Adolph Woermann am 16. November den Marsch nach Santos an. Für diese Fahrt war das Schiff als portugiesische Nyassa getarnt. Fünf Tage später sichtete die der britischen Shaw, Savill & Albion Steamship Company gehörende Waimarama das deutsche Schiff.[3] Nachdem die Besatzung sich über den Standort der tatsächlichen Nyassa informiert hatte, hielt das bewaffnete Kühlschiff bis zum nächsten Tag Fühlung mit der Adolph Woermann und rief den Leichten Kreuzer Neptune zur Hilfe.[1] Als der Kreuzer in Sicht kam, erging an Bord der Adolph Woermann der Befehl zur Selbstversenkung. Das Schiff stand zu diesem Zeitpunkt in der Nähe von Ascension. Die an Bord befindlichen Passagiere und die Besatzung wurden von der Neptune übernommen.[3]

Technik

Die Adolph Woermann war auf dem Hauptdeck 132,12 m lang. Ihre Breite lag bei 17,75 m und der maximale Tiefgang bei 11,42 m. Das Schiff war mit 8577 BRT und 4944 NRT vermessen und hatte eine Tragfähigkeit von 8210 t.[3] An Bord fanden 291 Passagiere Platz, wobei die Kabinen ursprünglich in drei Klassen unterteilt waren und 100 Personen in der Ersten, 57 in der Zweiten sowie 134 in der Dritten Klasse Quartier boten. Die Besatzung bestand aus 156 Mann.[1]

Dem Antrieb diente eine von Blohm & Voss hergestellte Getriebeturbine, die bis zu 3300 PS leistete. Damit war der Adolph Woermann eine Höchstgeschwindigkeit von 12 kn möglich.[1]

Literatur

  • Arnold Kludas: Die Schiffe der deutschen Afrika-Linien 1880–1945. Gerhard Stalling, Oldenburg, Hamburg 1975, ISBN 3-7979-1867-4.
  • Karsten Kunibert Krüger-Kopiske: Die Schiffe der Deutschen Afrika-Linien. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2009, ISBN 978-3-7822-0990-8.
Commons: Adolph Woermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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