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Adolph von Danckelmann (Minister)

preußischer Staatsminister From Wikipedia, the free encyclopedia

Adolph Albrecht Heinrich Leopold Graf von Danckelmann (* 26. September 1736; † 23. Juni 1807) war preußischer Staats- und Justizminister.

Leben

Adolph von Danckelmann stammte aus der in den Freiherrenstand erhobenen Adelsfamilie von Danckelmann. Sein Vater war der preußische Staatsminister Carl Ludolph Freiherr von Danckelmann, seine Mutter Lucia Sophia, geborene von Freyberg (1704–1764).

Von 1753 an studierte er Jura an der Universität Halle und trat danach dank der Vermittlung seines Vaters in den preußischen Staatsdienst ein, zunächst beim Berliner Kammergericht, dann von 1758 bis 1763 als Regierungsrat in Magdeburg. 1763 wurde er zum Regierungspräsidenten im brandenburgisch-preußischen Herzogtum Kleve-Mark ernannt.

Ende 1740 verstarb Friedlieb Gottfried von Brand, der am Reichskammergericht die seitens Kurbrandenburg zu besetzende Assessorenstelle (Richterstelle) innegehabt hatte. König Friedrich II. von Preußen präsentierte dem Gericht daraufhin 1741 in seiner Funktion als Kurfürst von Brandenburg zunächst Thomas Heinrich von Huss als Nachfolger. Den aber lehnte das Reichskammergericht wegen mangelnder Leistung bei der vorzulegenden Proberelation ab. Das Verfahren für den nächsten Kandidaten, Christian Rudolf von Vette, zog sich von 1745 bis 1752. Vette machte inzwischen Karriere als Kriegsrat im auswärtigen Departement des preußischen Kabinettsministeriums und trat die Stelle beim Reichskammergericht nicht an. Nächster kurbrandenburgischer Kandidat war von 1752 bis 1758 Karl Ludwig Schröter, der aber 1758, im laufenden Berufungsverfahren, verstarb. Nun präsentierte der König dem Gericht Adolph von Danckelmann, der das Verfahren zur Aufnahme als Assessor 1758 bis 1765 durchlief, dann aber auf das Amt verzichtete, da die 1763 angetretene Stelle eines Regierungspräsidenten des Herzogtums Kleve-Mark attraktiver war.[1]

Von 1780 bis 1795 wirkte er in Breslau als Geheimer Staats- und Justizminister im preußischen Schlesien, Chefpräsident der drei schlesischen Oberamtsregierungen und königlicher Kommissar bei der Schlesischen Landschaft. 1795 erhielt er seinen gewünschten Abschied und lebte seitdem auf seinem schlesischen Gut Groß Peterwitz, wo er auch starb.

Sein Vater hatte drei Rittergüter in Lodersleben und ein Gut in Obhausen hinterlassen. Adolph verkaufte seinen Anteil daran 1769 an seinen Bruder Ludwig Philipp Gottlob Freiherr von Danckelmann. Er wiederum erwarb Schloss Groß Peterwitz im schlesischen Kreis Trebnitz.

Schloss Groß Peterwitz um 1873/1874.

Für seine Verdienste um die Entwicklung Preußens wurde Adolph Albrecht Heinrich Leopold Freiherr von Danckelmann nebst seinen Nachkommen am 6. Juli 1798 von König Friedrich Wilhelm III. in Berlin in den preußischen Grafenstand erhoben.

Familie

Adolph von Danckelmann heiratete 1763 Dorothee Friederike Louise von Bredow (1733–1798), Tochter von Caspar Friedrich von Bredow auf Senzke. Mit ihr hatte er mehrere Kinder, darunter Adolph Alexander (1765–1824), Carl Ludolf Friedrich (1766–1819), Heinrich Wilhelm August Alexander (1768–1830) und Eberhardt Adolph Alexander (1776–1829).

Literatur

Einzelnachweise

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