Afriqiyah-Airways-Flug 209

Inlandsflug der staatlichen libyschen Fluggesellschaft Afriqiyah Airways von Sabha nach Tripolis, auf dem am 23. Dezember 2016 ein Airbus A320 entführt wurde From Wikipedia, the free encyclopedia

Afriqiyah-Airways-Flug 209 (Flugplan-Code: 8U209) war ein Inlandsflug der staatlichen libyschen Fluggesellschaft Afriqiyah Airways von Sabha nach Tripolis, auf dem am 23. Dezember 2016 ein Airbus A320 entführt wurde. An Bord der Maschine befanden sich 118 Personen.

Schnelle Fakten Unfallzusammenfassung, Luftfahrzeug ...
Afriqiyah-Airways-Flug 209

Der entführte Airbus A320 noch in alter Bemalung 2007 am Flughafen Lissabon

Unfallzusammenfassung
Unfallart Entführung
Ort Flughafen Malta, Malta
Datum 23. Dezember 2016
Luftfahrzeug
Luftfahrzeugtyp Airbus A320-214
Betreiber Afriqiyah Airways
Kennzeichen 5A-ONB
Abflughafen Libyen Flughafen Sabha
Zielflughafen Libyen Tripoli International Airport
Passagiere 111
Besatzung 7
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Flugverlauf

Der Airbus A320 startete um 9:30 Uhr (UTC) vom Flughafen Sabha zum rund 70-minütigen Inlandsflug nach Tripolis. Während des Fluges wurde das Flugzeug entführt. Es landete um 10:33 Uhr (UTC) auf dem Flughafen der vor der Küste Libyens liegenden Mittelmeerinsel Malta.[1]

Passagiere und Besatzung

Gemäß Angaben des maltesischen Premierministers Joseph Muscat befanden sich 82 Männer, 28 Frauen und ein Kind sowie sieben Besatzungsmitglieder an Bord.[1]

Ereignisse

Der maltesischen Regierung zufolge befand sich das Flugzeug in der Gewalt von zwei Geiselnehmern. Sie drohten damit, an Bord des Flugzeugs eine Handgranate zu zünden.[2] Laut Medienberichten handelt es sich um Anhänger des fünf Jahre zuvor gestürzten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi. Sie sollen verlangt haben, dass Gaddafis Sohn Saif al-Islam in Libyen auf freien Fuß kommt.[3] Auch die Freilassung des im Libanon festgehaltenen Hannibal al-Gaddafi wurde gefordert.[4] Andere Medien berichten, dass die Entführer das Recht auf eine eigene politische Partei in Libyen und Asyl in Europa forderten.[5]

Aus bisher nicht veröffentlichten Gründen wurde die Geiselnahme am Abend desselben Tages durch Aufgabe der Geiselnehmer beendet. Die Entführer wurden vom maltesischen Militär festgenommen, alle Passagiere und Besatzungsmitglieder verließen das Flugzeug. In einem Beitrag auf dem sozialen Netzwerk Twitter teilte Maltas Premierminister Joseph Muscat mit, dass die eingesetzten Waffen der Entführer nur Attrappen gewesen seien.[5]

Reaktionen

Der betroffene Flughafen wurde zeitweise für weitere Flugzeuge gesperrt.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

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