Agim Mala
jugoslawischer Schriftsteller, Journalist, Publizist und Analyst
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Agim Mala (* 1951 in Djakovica; † 8. Juli 2007 in Luzern) war ein jugoslawischer Schriftsteller, Journalist, Publizist und Analyst albanischer Herkunft. Er diente während der 1980er Jahre als Generaldirektor des Jugoslawischen Fernsehens im Kosovo TVP. Er erlangte nationale Bekanntheit als Moderator einer Sondersendung zum Bergarbeiterstreik im Kosovo 1989, an welcher hochrangige Politiker der Sozialistischen Autonomen Provinz Kosovo teilnahmen, darunter auch Rahman Marina, Vorsitzender der Bund der Kommunisten Jugoslawiens im Kosovo.

Leben
Agim Mala wurde 1951 als zweites von vier Kindern in Djakovica (albanisch: Gjakova) westlich von Pristina geboren. Er hatte zwei Brüder und eine Schwester. Im Jahr 1974 erlangte er ein Diplom an der medizinischen Fakultät in Pristina; er promovierte mit einem Doktor der Medizin.
Mitte der 1980er Jahre wurde Mala Generaldirektor von Radio Television Prishtina, 1989 war er in dieser Funktion Moderator einer Sondersendung mit Rahman Morina, Vorsitzender des LKK-Exekutivrats, Jusuf Zejnullahu, stellvertretender Parlamentspräsident, Iljaz Ramajli, Provinzbildungssekretär Muhamet Bicaj. In dieser besprachen sie die politische Lage in der Sozialistischen Autonomen Provinz Kosovo, welche stark durch den Streik der Arbeiter der Trepča-Mine im Nordkosovo von 1989 geprägt war.[1] Des Weiteren wirkte er an den durch TVP produzierten Spielfilmen Migjeni, Lulepjeshkat e dashurisë und Kulla mit.[2]
Als Slobodan Milošević im Rahmen der antibürokratischen Revolution die Autonomie des Kosovo, welcher damals eine Provinz innerhalb der sozialistischen Republik Serbien war, auflöste, war er Mitglied im Bund der Kommunisten Jugoslawiens, wanderte jedoch kurz darauf aus.[3]
Er starb 2007 in Luzern an den Folgen von Lungenkrebs.