Agnes von Kleve

Gräfin von Berg (1312–1348) From Wikipedia, the free encyclopedia

Agnes von Kleve (* 1295; † 1361) war durch Ehe mit Adolf VI. von Berg eine Gräfin von Berg.

Leben

Agnes war die zweite von fünf Töchtern des Grafen Dietrich VI./VIII. von Kleve aus dessen zweiter Ehe mit Margarethe von Neu-Kyburg (* um 1272; † 10. April 1333 in Kleve), einer Tochter von Eberhard I. von Habsburg-Laufenburg (* um 1249; † um 1284) und Anna von Kyburg (1256–1283).[1] Ihre Brüder waren die Grafen Dietrich VII./IX. von Kleve und Johann von Kleve. Ihr Halbbruder aus der ersten Ehe ihres Vaters war Graf Otto von Kleve. Schwestern waren Anna von Kleve, durch Heirat mit Gottfried IV. von Cuyk-Arnsberg Gräfin von Arnsberg, und Margarethe († nach 1325), durch Ehe mit Heinrich von Flandern († 1337), einem Sohn des Grafen Guido von Dampierre, Gräfin von Lodi. Ihre Halbschwester Adelheid († nach 26. Juli 1327) war durch Heirat mit Heinrich IV. von Waldeck eine Gräfin von Waldeck.

Am 31. März 1312 heiratete Agnes den Grafen Adolf VI. aus dem Grafengeschlecht Berg-Altena-Isenberg-Limburg. Als ihre Aussteuer gelangten Duisburg und der dortige Rheinzoll an die Grafschaft Berg. Ihre Ehe blieb kinderlos, so dass 1348 mit dem Tod ihres Gatten gemäß dessen frühzeitiger Erbregelung vom 16. August 1320 die Grafschaft Berg an Margaretha von Berg fiel, ihre Schwägerin sowie Gattin des Grafen Otto IV. von Ravensberg. Deren Erbtochter Margarete von Ravensberg-Berg war seit 1338 die Gattin Gerhards von Jülich-Berg aus der Dynastie der Grafen von Jülich. Durch diese Erbfolge, bei der entsprechend einer Forderung der bergischen Stände die Grafschaft Berg ungeteilt erhalten bleiben sollte,[2] bahnte sich der Dynastiewechsel zum Haus Jülich und somit eine Verbindung von Jülich und Berg an, die sich 1423 in der bis 1795 währenden Personalunion der Herzogtümer Jülich-Berg niederschlug.

Als Witwe zog sich Agnes auf ihr Wittum zurück, die Burg Angermund, deren Nießbrauch sie bereits in den Jahren 1327 und 1333 erhalten hatte. Offenbar entwickelte sie dort eine kleine Hofhaltung und verwaltete zusammen mit dem Amtsmann und Ritter Reinart von Landsberg die Geschäfte des faktisch bergischen, formell noch der Lehensherrschaft Kurkölns unterstehenden Amts Angermund und der Regentschaft über die seit 1348 wieder klevische Stadt Duisburg,[3] ehe sie sich Ende der 1350er Jahre aus diesen Tätigkeiten zurückzog.[4]

Einzelnachweise

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