Aka Høegh

grönländische Künstlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Nukardleĸ Najâraĸ Eva Høegh, bekannt als Aka Høegh [nuˈkaɬːɜq naˈjɑːʁɑq ˈeːva aˈka høˀ] (* 16. Dezember 1947 in Qullissat) ist eine grönländische Künstlerin (Bildhauerin und Malerin).

Leben

Aka Høegh ist die Tochter des Zimmermanns Ib Peter Adolf Thaarup Høegh (1912–1981) und der Richterin Else Margrethe Guldborg Rosing Heilmann (1919–2010).[1] Ihr Großvater väterlicherseits ist Pavia Høegh (1886–1956).[2] Mütterlicherseits ist ihr Großvater der Pastor und Schriftsteller Karl Heilmann (1893–1958).

Aka Høegh wurde in Qullissat geboren, wuchs aber in Qaqortoq auf.[3] Ihr Interesse für Kunst wurde bereits früh durch ihre Eltern geweckt. Jens Rosing, ein Cousin ihrer Mutter, war es, der dieses Interesse weiter verstärkte, indem er ihr noch im Kindesalter professionelles Zeichenwerkzeug zukommen ließ. Später wurde sie von Hans Lynge unterrichtet, der sich nicht nur als Autor betätigte, sondern auch als Bildhauer und Maler aktiv war. Nachdem sie die Schule in Qullissat und das Gymnasium in Aasiaat besucht hatte, wurde sie 1965 als Zimmermädchen nach Dänemark geschickt. Dort schrieb sie 1967 an das Grönlandministerium, in der Hoffnung ein Stipendium für eine professionelle Kunstausbildung zu erhalten, die sich die aus einer ärmeren Familie stammende Aka nicht leisten konnte. Ihr wurde in der Folge jedoch mitgeteilt, dass sie sich doch lieber zur Krankenschwester ausbilden solle,[2][3] was sie schließlich in Kopenhagen begann, aber nach kurzer Zeit abbrach.[1] Sie lernte die dänische Künstlerin Bodil Kaalund kennen, die ihr Zugang zur Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen schaffte, wo Robert Jacobsen, Ole Christensen und Svend Wiig Hansen sie ab 1968 lehrten. Ab 1972 war sie an der späteren Kunstschule in Nuuk, wo sie von 1973/74 bis 1976 selbst lehren durfte.[2][3]

Am 19. Juni 1976 heiratete sie den lettischen Künstler, Schriftsteller und Fotografen Ivars Sīlis (* 1940), Sohn von Jānis Sīlis (1908–?) und Hermīne Tatjana Bremze Greitāne (1920–2015[4]).[1] Das Paar hat zwei Kinder, die beide ebenfalls Künstler sind: Inuk Silis-Høegh (* 1972) und Bolatta Tatjana Paarnaq Silis-Høegh (* 1981).[2][5]

Aka Høegh ist sowohl als Grafikerin und Malerin als auch als Bildhauerin aktiv. Ihre Werke sind meist animalistische Darstellungen der grönländischen Natur, wobei sie häufig Menschen, Tiere und Elemente aus der grönländischen Sagenwelt und beispielsweise Masken einfließen lässt.[3]

Ihre Kunst stellte in den 1970er Jahren ein wichtiges Mittel zur Identitätswahrung der Grönländer gegen die Danifizierung des Landes dar. Durch Bodil Kaalund wurde ihre Kunst auch in Dänemark bekannt. Sie war Teil der Künstlervereinigungen Ex Dania und Ante por la Vida.[2] Ihre Kunstwerke wurden abgesehen von Grönland und Dänemark auch schon auf den Färöern, in Deutschland, den Niederlanden, Israel, Alaska, Mexiko, Bolivien, Island, Norwegen, Schweden, Finnland, Lettland und Litauen ausgestellt.[6]

Ehrungen

Werke (Auswahl)

Öffentliche Dekorationen

Illustrationen

Sonstiges

Literatur

  • Aqqaluk Lynge: Inuunermi aqqusaarneq – Aka Høegh-ip silarsuaanut alakkalaarneq / Livets gæst – Aka Høegh's univers / Life's Guest – Aka Høegh's Universe. Atuakkiorfik, Nuuk 1998, ISBN 87-558-1369-0.
  • Mai Misfeldt: Aka Høegh. Milik Publishing, 2021, ISBN 978-87-93941-24-3.

Einzelnachweise

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