Alarcess
Dorf in Agadez, Niger
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Geographie
Die ländliche Siedlung mit ihren weitläufigen Dattelpalmen-Hainen hat den Charakter einer Oase und befindet sich im Tal Téloua rund fünf Kilometer nordöstlich der Altstadt von Agadez.[1] Sie besteht aus Alarcess Toudou Bila, dem Sitz des traditionellen Ortsvorstehers, sowie aus den Weilern Alarcess Aladab, Alarcess Alkinkin, Alarcess Azamala (Takaya) und Alarcess Tchiguefan. In Alarcess Tchiguefan kreuzen sich der 17. nördliche Breitengrad und der 8. Längengrad.[2]
Bei einer Erhebung der Nagetierarten Nigers 2002 wurden in Alarcess die Westsahara-Stachelmaus (Acomys airensis), die Nilratte (Arvicanthis niloticus), die Balutschistan-Rennmaus (Gerbillus nanus) und die Nigeria-Rennmaus (Gerbillus nigeriae) gefunden.[3]
Geschichte
Alarcess ist nach einem gleichnamigen Brunnen benannt, um den die Siedlung entstanden ist.[4] In vorkolonialer Zeit war Alarcess eine reine Sklaven-Siedlung, deren Bewohner für ihre Herren in der Stadt Agadez Gemüse anbauten. Nach der gescheiterten Revolte von 1917 gegen die französische Kolonialherrschaft wurde Alarcess von der adeligen Oberschicht aus Dörfern im Tal von Iférouane besiedelt.[5]
Bevölkerung
Kultur
Wirtschaft und Infrastruktur
Im Dorf leben vor allem Handwerker und Gärtner.[4] Die Dattelpalmen-Haine gehören oft seit langem Familien aus dem Stadtzentrum.[1] Als Reaktion auf Grenzschließungen und das Verschwinden des Tourismus in der Region wurde Ende der 1990er Jahre mit europäischer Unterstützung eine Handwerker-Kooperative in Alarcess gegründet.[9] Beim Dorf verläuft die 135 Kilometer lange Landstraße RR1-001 zwischen dem urbanen Zentrum von Agadez und dem Gemeindehauptort Tabelot. Es handelt sich um eine einfache Piste.[10]
Siehe auch
Weblinks
- Coopérative des Artisans d’Alarçès (französisch)

