Albert Alain

französischer Organist und Komponist From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Albert Alain studierte am Pariser Konservatorium. Seine Lehrer waren Alexandre Guilmant und Louis Vierne. 1924 wurde er Organist an der Kirche seiner Heimatstadt und behielt diese Stelle sein ganzes Leben.

Er heiratete 1910 Magdeleine Alberty. Die Kinder des Ehepaares waren Jehan Alain (1911–1940), Marie-Odile Alain (1914–1937), Olivier Alain (1918–1994) und Marie-Claire Alain (1926–2013).

Orgel von Albert Alain

Hausorgel von Albert Alain

Die Hausorgel wurde von Albert Alain im Wohnhaus der Familie in der Rue de Pologne 46 in Saint-Germain-en-Laye erbaut und aufgestellt. Albert Alain arbeitete sein ganzes Leben an diesem Instrument.

Nach seinem Tod 1971 musste das Haus verkauft werden und die Orgel wurde mehrere Jahre eingelagert. 1985 schenkte Marie-Claire Alain das Instrument Guy Bovet. 1987 wurde die Jehan-Alain-Gesellschaft gegründet und die Orgel wurde durch die Werkstätte Manufacture d’orgues St.-Martin renoviert und anschließend in einem Nebengebäude („Grange de la Dîme“) des Klosters Romainmôtier aufgestellt. Die Einweihung fand 1991 statt.

Zu Lebzeiten von Jehan Alain hatte das Instrument drei Manuale. Nach seinem Tod fertigte der Vater ein weiteres Bombardwerk, welches er auf das III. Manual legte und „Récit“ nannte. Das ursprüngliche „Récit“ wurde auf das IV. Manual gelegt und „Solo“ genannt.

Bei der Restaurierung wurde die Manualverteilung wieder rückgängig gemacht, die ersten drei Manuale repräsentieren jetzt den Zustand des Instrumentes zu Jehan Alains Lebzeiten. Die Werke „Solo“ und „Récit“ sind schwellbar.[2]

Disposition 1991:

I Grand-Orgue C–g3
Bourdon16′
Montre08′
Flûte harmonique08′
Bourdon08′
Prestant04′
Fourniture V
II Positif C–g3
Salicional8′
Cor de nuit8′
Gros Nazard513
Flûte douce4′
Nasard223
Quarte2′
Tierce135
Larigot113
Piccolo1′
III Solo C–g3
Quintaton16′
Gambe08′
Voix céleste08′
Flûte conique08′
Salicet04′
Flûte octaviante04′
Nasard223
Flûte02′
Tierce135
Cromorne08′
Hautbois08′
IV Récit C–g3
Principal08′
Bourdon08′
Prestant04′
Quinte223
Doublette02′
Tierce135
Plein-jeu01′
Bombarde16′
Trompette08′
Clairon04′
Pédale (geteilt C–H, c–f1)
Soubasse16′
Basse08′
Flûte04′
Bourdon04′
Principal02′
Nasard113
Tierce45
  • Koppeln: II/I, III/I, IV/I, I/P, II/P, III/P, IV/P

Kompositionen (Auswahl)

  • Toccata sur „Cantemus Domino“.
  • Messe en l’honneur de Saint-Louis. Chor SATB, Chor unisono und Orgel. 1930.
  • Messe de Noe͏̈l. Chor SATB und Orgel, 1923.
  • Laudate Dominum. Chor SATB und Orgel.

Literatur

  • Aurélie Decourt Un musicien dans la ville. Albert Alain et Saint-Germain-en-Laye (1880–1971). Éditions du Valhermeil, 2001.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI