Albert Bredow

deutscher Landschaftsmaler und Bühnenbildner in Russland From Wikipedia, the free encyclopedia

Albert Eduard Bredow (russ. Альберт Бредов, * 10. September 1827 in Garnsee, Kreis Marienwerder;[1]23. April 1899 in Charlottenburg[2]) war ein deutsch-russischer Landschaftsmaler, Lithograf und Bühnenbildner.

Klosterhof im Schnee

Albert Bredow war ein Sohn des Theaterdirektors Eduard Bredow und dessen Frau Laura Eleonore, geb. Nowack. Details seiner Ausbildung sind nicht bekannt. Er war seit 1852 in Riga, dann in Tallinn als Bühnenbildner tätig. 1856 kam er auf Einladung der Direktion der Kaiserlichen Theater nach Moskau. Er war von 1856 bis 1862 als Bühnenbildner der Moskauer Theater und von 1862 bis 1871 der Petersburger Theater tätig. Er erhielt den Titel Hoftheatermaler. Daneben beschäftigte er sich mit der Landschaftsmalerei. Seine Werke wurden vom Kritiker Wladimir Wassiljewitsch Stassow positiv bewertet.

In Petersburg erschien 1863 ein Album mit seinen Bühnenbildern zur Glinkas Oper „Ein Leben für den Zaren“. 1868 begann er sein Studium an der Petersburger Kaiserlichen Kunstakademie. Auf den Kunstausstellungen der Akademie stellte er seine Landschaften aus Deutschland und Russland aus.

Seine Entwürfe von Bühnenbildern befinden sich in den Sammlungen des Moskauer Bachruschin-Theatermuseums.

Nach 1871 wirkte Bredow in Wien als Theatermaler am Theater in der Josefstadt.[3] Er gestaltete den Zuschauerraum für den Circus Carré im Wiener Prater.[4]

In den 1880er Jahren kehrte Bredow nach Deutschland zurück und lebte in Berlin. Hier heiratete er 1886 Margarete, geb. Grossmann (* 1864 in Elbing). Eine Tochter des Paares, Alice (* 1893 in Berlin), heiratete 1930 Jakow Trachtenberg.

Literatur

  • В. М. Красовская: Русский балетный театр от возникновения до середины XIX века (Russisches Theater vom Anfang bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts). Искусство, Moskau 1958. Bd. 2, S. 545.

Einzelnachweise

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