Albert Geiger

(1866-1915) ; (41 Gedichte) From Wikipedia, the free encyclopedia

Albert Geiger (* 12. September 1866 in Bühlertal; † 15. Januar 1915 in Karlsruhe) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Geiger legte sein Abitur am Großherzoglichen Gymnasium zu Karlsruhe (dem heutigen Bismarck-Gymnasium) ab und studierte dann an den Universitäten Freiburg, Berlin, Heidelberg und Straßburg Philologie und Philosophie.

Seit 1901 lebte er als freier Schriftsteller in Karlsruhe, wo er 1902 die „Vereinigung Heimatliche Kunstpflege“ gründete, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Verständnis und Interesse für die badische Literatur und Kunst zu wecken.

Geiger schuf Lyrik, Dramen und Romane. Er gab daneben Monographien zur badischen Kunst und Literatur heraus und schrieb über Kunst-Themen in der „Badischen Landeszeitung“ sowie in den Zeitschriften „Die Rheinlande“, „Badische Kunst“ und „Südwestdeutsche Rundschau“.

Um 1912 zog er mit seiner zweiten Ehefrau Elsa, geb. Geiger, einer Malerin und Schauspielerin, nach Berlin. Einige Zeit später kehrte er nach Karlsruhe zurück, da der schriftstellerische Erfolg in Berlin ausgeblieben war.

Geiger starb an einem Nierenleiden, er wurde auf dem Karlsruher Hauptfriedhof beigesetzt.[1]

Geigers zweite Ehefrau Elsa zählte zu den Karlsruher Jüdinnen und Juden, die am 22. Oktober 1940 nach Gurs verschleppt und später im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurden.

Ein Teil seines Nachlasses befindet sich in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, ein anderer Teil im Museum Gaiserschmiede in Bühlertal.

Werke

  • Im Wandern und Stehenbleiben, Gedichte. Bielefeld, Karlsruhe 1893.
  • Duft, Farbe, Ton, Gedichte. Bielefeld, Karlsruhe 1894.
  • Gedichte. Cotta, Stuttgart 1900.
  • Maja: Drama in drei Akten. E. Pierson’s Verlag, Leipzig 1900.
  • Finale: dramatisches Gedicht in 1 Akt. o. O., o. J.
  • Passiflora: eine Geschichte. Reclam, Leipzig ca. 1900.
  • Roman Werners Jugend und andere Erzählungen. Karl Schnabel, Berlin 1905.
  • Hrsg.: Badische Dichter: ein Sammelbuch badischer Lyrik bis auf die jüngste Zeit. Braun, Karlsruhe 1905.
  • Blanscheflur: Ein Minnedrama in 2 Teilen. Braun, Karlsruhe 1906.
  • Ausgewählte Gedichte. Bielefeld, Karlsruhe 1906.
  • Isolde: Drama in einem Vorspiel und drei Akten. Braun, Karlsruhe 1906.
  • Tristan: Minnedrama in 2 Teilen. Bielefeld, Karlsruhe 1906.
  • Die Legende von der Frau Welt. Bielefeld, Karlsruhe 1906.
  • Ferienidyll in der Schweiz. Doring, Karlsruhe 1906.
  • Martin Staub. Macklot, Karlsruhe 1907.
  • Friedrich der Gute: auf den Tod des Großherzogs Friedrich I. von Baden. Ein Gedenkblatt. Westermann, Braunschweig 1907.
  • Das Lebenswerk Hans Thomas. Verlag der Volkstümlichen Bücherei, Pforzheim 1908 (Pforzheimer Volks-Schriften; 3).
  • Der arme Hans: Roman. Salzer, Heilbronn 1908.
  • Huldigung für Hans Thoma: dieses Festspiel wurde zum 70. Geburtstag des Meisters 2. Oktober 1909 ... aufgeführt. Salzer, Heilbronn 1909.
  • Die nicht leben sollen: Novellen. Salzer, Heilbronn 1912.
  • Der Blitz. Die Trommel. Zwei Erzählungen. Reclam, Leipzig 1913.
  • Sun: dramatische Legende in 5 Akten. Westermann, Braunschweig 1914.
  • Michael Purtscheiner und andere Novellen. Reclam, Leipzig 1915.
  • Finale: dramatische Dichtung in einem Akt. Drei-Masken-Verlag, München ca. 1915.
  • Der Blitz. Reclam, Leipzig 1918.
  • Mutter: ein Roman. Reuss & Ita, Konstanz 1919 (Die gelb-roten Bücher; 2).
  • Jutta: eine Familiengeschichte. Reclam, Leipzig 1923.
  • Die versunkene Stadt: Roman. Macklot, Karlsruhe 1924.
    • Neuausgabe: Die versunkene Stadt. Mit einem Nachwort von Hansgeorg Schmidt. Bergmann. Literarische Gesellschaft; Info-Verlag, Karlsruhe 2006 (Kleine Karlsruher Bibliothek; 1), ISBN 3-88190-430-1.

Literatur

  • Walther Günther: Albert Geiger †. In: Badische Landeszeitung. Bd. 74 (1915), Nr. 24, 15. Januar 1915, Abendblatt, S. 1 (Digitalisat).

Einzelnachweise

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