Karl Albert Kriegel

deutscher Jurist, Rechtsanwalt und Professor an der Universität Leipzig From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Albert Kriegel oder Carl Albert Kriegel (auch Albert Kriegel; * 15. Februar 1804 in Dresden; † 30. März 1834 in Leipzig) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer.

Leben

Kriegel, Sohn eines fürstlich reußischen Hofrats, absolvierte zusammen mit seinem Bruder Moritz Kriegel die Kreuzschule und ging 1822 zum Studium der Rechtswissenschaft an die Universität Leipzig. Dort studierte er unter anderem bei Christian Gottlieb Haubold, Karl Friedrich Christian Wenck, Christian Gottlob Biener und Gottfried Hermann. Er bestand 1826 das juristische Examen und erhielt den juristischen Bakkalaureusgrad. Danach ging er 1827 mit seinem Bruder an die Universität Göttingen und setzte dort unter Karl Friedrich Eichhorn, Arnold Heeren, Gustav Hugo und Georg Friedrich Sartorius sein Studium fort. Anschließend unternahm er eine Studienreise.

Kriegel kehrte 1828 nach Leipzig zurück. Nachdem er sich kurz der Praxis zugewandt hatte, lehrte er ab 1829 an der Leipziger Universität. Dort wurde er 1830 mit der Dissertation Antiqua versio Latina fragmentorum e Modestini libro De excusationibus in Digestorum lib. XXVI. tit. III. V. VI. et lib. XXVII. tit. I. obviorum in integrum restituta zum Doktor der Rechte promoviert. 1832 wurde er außerordentlicher Professor der Rechte in Leipzig. Er lehrte insbesondere Römisches Recht.

Kriegel starb an einem "Brustübel". Als sein Hauptwerk gilt die mit seinem Bruder Moritz Kriegel bearbeitete Ausgabe des Corpus iuris civilis. Sie erhielt zu ihrer Zeit viel Aufmerksamkeit und wurde mehrfach aufgelegt. Er veröffentlichte auch in Fachzeitschriften. Er galt als Gelehrter klassischer Bildung.

Werke (Auswahl)

  • Antiqua versio Latina fragmentorum e Modestini libro De excusationibus in Digestorum lib. XXVI. tit. III. V. VI. et lib. XXVII. tit. I. obviorum in integrum restituta, Baumgartner, Leipzig 1830.
  • Symbolae criticae ad Novellas Justiniani sive Novella LXXXVII, in integrum restituta e Codice Veneto, Florentino atque Vindobonensi, Leipzig 1832.
  • mit Moritz Kriegel: Corpus iuris civilis, 3 Bände, Baumgärtner, Leipzig 1833–1843 (Bände 2 und 3 vollendet von Emil Herrmann, mehrfach neu aufgelegt).

Literatur

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