Albert Oetker
deutscher Industrieller
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Leben
Albert Oetker kam im Jahre 1865 als Sohn von Bäckermeister August Adolph Oetker zur Welt. August Adolph und sein Bruder Louis Carl Oetker waren die Söhne des Mühlenbesitzers Heinrich Christian Oetker in Obernkirchen. 1884 übernahm Albert das von seinem am 10. März im Alter von 39 Jahren verstorbenen Onkel Louis Carl 1870 gegründete[3] Konditoreigeschäft in Hamburg, in dem er seit 1881 Lehrling gewesen war.
Im Betrieb seines Onkels wurde er zunächst Prokurist, dann Teilhaber und schließlich alleiniger Inhaber.[4]
Louis Carl hatte bereits erfolgreich begonnen, Marzipan zu modellieren, und 1876 eine erste kleine Dampf-Marzipanfabrik errichtet. Albert erweiterte 1896 den Betrieb zur „weltweit größten Dampf-Marzipanfabrik“ in Altona-Bahrenfeld[5] mit eigenem Gleisanschluss zum Altonaer Bahnhof und zum Hafen. Zugleich entwickelten sich die L.C. Oetker-Werke (Albert hatte den eingeführten Firmennamen seines Onkels beibehalten) zum größten Importeur von Mandeln und Nusskernen im Reich.[6] Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann Albert auch noch Obst zu konservieren und Marmelade herzustellen. Die Oetker-Werke GmbH[7] galten als eine der führenden deutschen Fabriken der Obstkonserven- und Marmeladenindustrie.[8]
Die Berliner Börsenzeitung widmete ihm anlässlich seines Todes im Jahre 1930 einen Nachruf.[9] Außerdem erhielt Oetker in weiten Teilen des Deutschen Reiches ehrende Nachrufe.
Albert Oetker betrieb in Altona die zu seiner Zeit weltweit größte Marzipanfabrik, die 1870 von seinem Onkel Louis Carl Oetker gegründet worden und von ihm 1884 übernommen worden war.[10]
Oetker wurde auf dem Ohlsdorfer Friedhof im Beisein einer großen Trauergemeinde bestattet.[11]
Literatur (Auswahl)
- Rüdiger Jungbluth: Die Oetkers. Campus-Verlag 2004. (Erster Abschnitt: 1870-1914 - eine wilhelminische Erfolgsgeschichte)
- Deutscher Wirtschaftsführer, 1929.
Weblinks
- Lebensdaten Albert Oetker.