Albert Schück

deutscher Kapitän, Nautiker und Autor From Wikipedia, the free encyclopedia

Albert Schück (* 18. November 1833 in Brieg (Schlesien); † 15. Oktober 1918 in Hamburg) war ein deutscher Kapitän, Nautiker und Autor.

Leben

Albert Schück, Sohn des Direktors des Zuchthauses in seiner Geburtsstadt, besuchte dort von 1838 bis 1842 eine Privatschule und dann Gymnasien in Brieg und Schweidnitz. Anschließend ging er zur Navigationsschule Danzig und legte 1858 die Steuermannsprüfung ab. 1862 folgte die Schifferprüfung. Er war bis 1870 als Kapitän auf See. Ab 1842 war er als Kajütjunge auf der Bark Prinz Adalbert. Bis zu seinem Steuermannspatent fuhr er auf preußischen, Bremer, Hamburger und holländischen Schiffen. Als Steuer- und anfangs als Obersteuermann nur noch auf preußischen Schiffen. Er wechselte auf britische Schiffe und blieb auch als Schiffsführer dort, wobei er auch für Hamburger Reedereien fuhr.

Er widmete sich der maritimen Forschung und veröffentlichte eine Vielzahl von wissenschaftlichen Erkenntnissen, u. a. zu magnetischen Besonderheiten. Sein bekanntestes Werk ist Der Kompass.

Sein jüngerer Bruder Hermann (1835–1887) wurde ebenfalls Kapitän und ließ sich auf Sulu nieder.[1]

Literatur

  • Wer ist's? Band 5, 1911, S. 1318.
  • Nachruf. In: Geschichtsblätter für Technik und Industrie, Bände 5–6, 1918, S. 218.

Werke (Auswahl)

  • Die Wege des Oceans. Selbstverlag, Hamburg, 1873.
  • Die Wirbelstürme oder Cyclonen mit Orkangewalt. Schulze, Oldenburg, 1881.
  • Der Jacobsstab. Sonderabdruck, München, 1896.
  • Magnetische Beobachtungen an der Deutschen Ostseeküste, westlicher Teil. Selbstverlag, 1899.
  • Magnetische Beobachtungen an der Deutschen Ostseeküste, mittlerer und östlicher Teil. Selbstverlag, 1901.
  • Die Stabkarten der Marshall-Insulaner, Persiehl, 1902.
  • Zur Kenntnis der Wirbelstürme. Selbstverlag, 1906.
  • Der Kompass. Drei Bände, Selbstverlag, Hamburg 1911–1918.
  • Alte Schiffskompasse und Kompassteile im Besitz Hamburger Staatsanstalten. Selbstverlag, 1910.
  • Zur Einführung des Kompasses in die nordwesteuropäische Nautik. ca. 1912.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI