Albert Streuber

deutscher Romanist, Schulbuchautor und Lehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Albert Streuber (* 3. November 1886 in Schlitz[1]; † nach 1974) war ein deutscher Romanist, Schulbuchautor und Lehrer.

Leben

Geboren als Sohn des Polizisten Karl Streuber und seiner Ehefrau Karoline, geb. Schneider, besuchte er die Realschule in Alsfeld und anschließend Gymnasien in Friedberg und Darmstadt. Am dortigen Ludwig-Georgs-Gymnasium legte er 1906 das Abitur ab. Es folgte ein Studium der Germanistik und der neueren Sprachen in Heidelberg und Gießen. Nach dem Staatsexamen 1910 wirkte er zunächst übergangsweise an Schulen in Oppenheim, Worms und Gießen sowie als Hauslehrer in Frankfurt am Main. 1914 wurde er in Gießen bei Dietrich Behrens mit einer Arbeit Beiträge zur Geschichte des französischen Unterrichts im 16. bis 18. Jahrhundert. I. Die Entwicklung der Methode im allgemeinen und das Ziel der Konversation im besonderen promoviert[2]. Zwischen 1920 und 1925 war er als Lehrer in Darmstadt und Grünberg tätig, von 1925 bis 1933 war er Direktor der Hessischen Aufbauschule in Alzey. Am 1. April 1933 trat er der NSDAP bei.[3] Danach arbeitete er bis 1939 in Neu-Isenburg und Bad Nauheim[4]. Nach 1945 wurde er in Bad Nauheim auch entnazifiziert[5]. Sein Nachlass befindet sich im Archiv der Gießener Universität.

Bis in die 1930er Jahre war er maßgeblich am Verfassen von Schulbüchern beteiligt, darunter von Saat und Ernte. Deutsches Lesebuch für die höheren Schulen Hessens (5 Teile mit bis zu 8 Auflagen).

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Beiträge zur Geschichte des französischen Unterrichts im 16. bis 18. Jahrhundert, Berlin 1914.
  • Die Aussprache und Orthographie im französischen Unterricht in Deutschland während des 16. bis 18. Jahrhunderts, Darmstadt 1915.
  • (mit Franz Schnaß und August Messer), Deutschkunde, philosophische Propädeutik, Geschichte, alte und neuere Sprachen, Breslau 1925.
  • (Hg.), La France poétique. Anthologie de poésies françaises, Frankfurt am Main 1929.
  • (Hg. mit Karl Dietz und Jakob Kneip), Deutsche Dichtung aus zwei Jahrhunderten, Frankfurt am Main 1930.
  • (Bearb. mit diversen anderen), Deutsches Lesebuch für Jungen. 2 Teile, Frankfurt am Main 1939.
  • England und die Engländer im Urteil deutscher Dichter, in: Zeitschrift für Deutschkunde 56 (1942), S. 151–159.

Einzelnachweise

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