Albert von Wehrs
deutscher Jurist, Kommunal- und Verwaltungsbeamter, Musiker und Komponist
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Leben
Wehrs wurde noch vor Beginn der Industrialisierung im Königreich Hannover geboren als Sohn des damaligen hannoverschen Hauptmanns und Hofrates August von Wehrs. Nach Studien an der Georg-August-Universität Göttingen und dem Königlich Technischen Institut Berlin trat er 1842 in den Staatsdienst ein und begann seine berufliche Laufbahn als Amtsauditor in Wittlage. Nach Tätigkeiten als Amtsassessor in Lingen und Hitzacker wirkte er von 1852 bis 1859 in der Landdrostei Osnabrück und wechselte anschließend in das Amt Diepholz, wo ihm 1863 der Titel als Amtmann verliehen wurde.[2]
1864 – von Wehrs hatte unterdessen eine Tochter des Wittlager Oberamtsmannes Julius Schoenian geheiratet – übernahm Albert von Wehrs als Nachfolger seines Schwiegervaters das Amt des ersten Beamten im Amt Wittlage.[2]
Nach dem Deutschen Krieg wurde von Wehrs 1867 im nunmehr preußischen Kreis Bersenbrück zum Kreishauptmann ernannt. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg wechselte er 1872 als Kreishauptmann in den Kreis Melle, wo er 1885 zum Landrat ernannt wurde.[2]
Am 1. April 1889 wurde Albert von Wehrs mit der Verleihung des Titels als Geheimer Regierungsrat in den Ruhestand verabschiedet.[2] Der mit dem Roten Adlerorden IV. Klasse Ausgezeichnete[1] siedelte anschließend zurück in seine Heimatstadt Hannover. Dort konnte der Musikfreund mehreren Aufführungen der von ihm komponierten Sinfonien beiwohnen.[2]

Albert von Wehrs starb am 29. Juni 1896 im Alter von 75 Lebensjahren an seinem letzten Wohnsitz[2] in der Beletage des Hauses „Thiergartenstraße 23“,[1] von wo aus die Leiche nach einer Trauerfeier auf den Friedhof in Melle überführt wurde.[2]