Albrecht von Scheither

kurfürstlich braunschweigisch-lüneburgischer Generalmajor, Führer des „Scheither-Corps“ From Wikipedia, the free encyclopedia

Georg Heinrich Albrecht von Scheither (* 18. Dezember 1731; † 25. Juli 1789 in Harburg) war ein kurfürstlich braunschweigisch-lüneburgischer Generalmajor. Er kommandierte das Freikorps „Scheither“ im Siebenjährigen Krieg ferner war er Herr auf Tröcheln.

Reiter aus dem „Scheither-Corps“

Herkunft

Sein Vater war der spätere Generalleutnant Johann Heinrich von Scheither († 3. Juli 1781).

Leben

Albrecht folgt 1745 seinem Vater als Gefreitenkorporal in den Feldzug zum Rhein. Sein Vater war damals Major im Infanterieregiment (Maydell). Dort wurde er Fähnrich bei der Grenadier-Eskadron zu Pferde, als das Regiment nach Hannover zurückkehrte, ging Scheither mit seinem Vater in die Niederlande und nahm hier weiter am Österreichischen Erbfolgekrieg teil, bis dieser 1748 endete. Er wurde 1754 zum Leutnant bei den Grenadieren zu Pferde ernannt und reist umher. Als der Siebenjährige Krieg ausbrach, kehrte er nach Hannover zurück. Er kam zunächst als Adjutant zum Stab des Oberbefehlshabers auf dem nordwestlichen Kriegsschauplatz dem Herzog von Cumberland. Scheither führte eine Patrouille von 16 Mann nach Tecklenburg, wo er die ersten Gefangenen des Krieges machte:1 Offizier und 24 Mann. Er wurde Hauptmann und kam zu der im Bremenschen stehenden Armee.

Am 23. November 1757 erhielt das Herzog Ferdinand das Kommando die alliierte Armee. Er genehmigte Scheither, ein Korps leichter Truppen für die Unternehmungen des kleinen Krieges zu werben. Die Einheit bestand zuerst aus einer Schwadron, einer Jäger- und einer Grenadierkompanie und zählte 421 Mann. 1759 wurde es auf 620 Mann vergrößert, die in vier Kompanien zu Pferde und eine Grenadier- und Jägerkompanie gegliedert wurden. Im Jahr 1762 wurden es 900 Mann und diese waren nun in vier Kompanien zu Pferd, zwei Grenadierkompanien und einem Trupp gelernter Jäger gegliedert.

Den erste Einsatz hatte das „Scheither-Corps“ am 14. Mai 1758. 360 Mann erreichten Münster und sollten den Übergang der Armee über den Rhein decken. Das Korps ging am 30. Mai bei Ruhrort über den Rhein und besetzte das Dorf Homberg und machte 94 Gefangene. Am 6. September 1758 konnte die Kavallerie des Korps eine wichtigen Kurier gefangen nehmen. Ende 1759 machte es von Dülmen in Westfalen ein Angriff über den Rhein und konnte ohne eigene Verluste viel Beute machen. Am 25. Januar 1760 wurde er zum Major befördert. Aber am 22. August 1760 in der Nähe von Zierenberg (Hessen) stieß er auf überlegene feindliche Kräfte und geriet verwundet in Gefangenschaft. Er wurde aber schnell ausgetauscht und nahm am 18. Februar 1761 das Schloss Battenberg in Handstreich. Mit dem Frieden von Hubertusburg endete der Krieg 1763 und das Korps wurde aufgelöst.

Scheither war zur Untätigkeit verdammt. Ein Angebot des preußischen Ministers v. d. Horst in preußische Dienste zu gehen lehnte er ab. 1775 wollte er für England ein Regiment werben, aber Ende des Jahres hatte er erst 150 Mann beisammen und die Sache zerschlug sich. 1777 wurde er zum Oberst befördert, im November 1787 wurde er zum Kommandeur des Kavallerieregiments Nr. 4 ernannt. Er starb aber nach längerer Krankheit schon am 25. Juli 1789 in seiner Garnison in Harburg.

Er wurde auf dem Garnisonsfriedhof Harburg beigesetzt.[1]

Familie

Scheither heiratete 1762 Justine Wilhelmine von Langen aus dem Haus Sögeln bei Osnabrück.[2] Bei seinen Tod waren noch zwei Söhne und zwei Töchter am Leben, darunter:

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI