Aldimorph

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Aldimorph ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Morpholine. Sie wurde 1980 von Fahlberg-List als Fungizid auf den Markt gebracht und ist nicht mehr zugelassen.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Aldimorph
Grundstrukturformel (Stereozentren sind mit einem * markiert)
Allgemeines
Name Aldimorph
Andere Namen
  • 4-Dodecyl-2,6-dimethylmorpholin
  • Aldimorp
Summenformel C18H37NO
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 3014032
Wikidata Q18589473
Eigenschaften
Molare Masse 283,49 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Schmelzpunkt

−27 bis −19 °C[1]

Siedepunkt

110–140 °C (10 Pa)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Toxikologische Daten

3500 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Stereoisomere

Der Wirkstoff enthält zwei gleichartig substituierte Stereozentren am heterocyclischen Ring, folglich gibt es drei Stereoisomere:

  • (2R,6R)-4-Dodecyl-2,6-dimethylmorpholin,
  • (2S,6S)-4-Dodecyl-2,6-dimethylmorpholin und
  • meso-4-Dodecyl-2,6-dimethylmorpholin.
Aldimorph
(R,R)-Aldimorph
(2R,6R)-Isomer
(S,S)-Aldimorph
(2S,6S)-Isomer
(R,S)-Fluvalinat
meso-Form

Zusammensetzung

Aldimorph besteht neben der Hauptkomponente aus verschiedenen 4-N-Alkyl-2,6-dimethylmorpholinen.[1]

Verwendung

Unter dem Handelsnamen Falimorph wurde es gegen Echten Mehltau im Getreideanbau eingesetzt.[1]

Wirkung

Geradkettige N-Alkyl-2,6-dimethylmorphine besitzen eine hohe fungizide Wirkung bei Kettenlängen von C10 bis C14. Sie haben zwar eine verringerte Wirksamkeit gegenüber den verzweigten Verbindungen, aber dafür sind sie phytotoxischer.[3]

Zulassung

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[4]

Einzelnachweise

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