Aleholf
Abt des Klosters Fulda
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Aleholf (* um 1100; † nach 1148[1]) war von 1140 bis 1147 oder 1148 Abt des Klosters Fulda.
Biografie
Aleholf war vor 1140 Mönch des Klosters Fulda.[2] In der zweiten Aprilhälfte 1140 wurde er zum Abt des Klosters gewählt. Das lässt sich zeitlich durch den Tod seines Vorgängers, Konrad I., am 14. April 1140, und dem Datum der ältesten erhaltenen Urkunde, in der Aleholf als Abt bezeichnet wird, bestimmen. Diese Urkunde datiert vom 28. April 1140.[3] Im Spätherbst 1140 erteilte ihm Papst Innozenz II. in Rom die Abtsweihe.[4]
Abt Aleholf unterhielt gute Beziehungen zu König Konrad III. Nach Innen versuchte er, das Klosterleben wieder strenger an den benediktinischen Regeln auszurichten, was auf heftige Opposition der Mönche stieß. Diese wandten sich an die Kurie in Rom, Abt Aleholf suchte Unterstützung bei Wibald von Stablo und beim päpstlichen Kanzler, Kardinaldiakon Guido da Vico. Die Angelegenheit eskalierte und Aleholf unterlag. Papst Eugen III. setzte ihn im Winter von 1147 auf 1148 ab.[5]
Zum weiteren Leben von Aleholf scheint nichts bekannt zu sein.
Literatur
- Josef Leinweber: Die Fuldaer Äbte und Bischöfe. Festgabe des Bistums Fulda für Bischof Eduard Schick zum Diamantenen Priesterjubiläum, 1989, S. 53 f.
- Wolfram Ziegler: König Konrad III. (1138–1152). Hof Urkunden und Politik. Böhlau, Wien u. a. 2008. ISBN 978-3-205-77647-5, S. 323f.
Weblinks
- Aleholf. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen – Hessische Biografie; abgerufen am 15. Januar 2026.