Aleksander Doba

polnischer Kajakfahrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Aleksander Doba (* 9. September 1946 in Swarzędz; † 22. Februar 2021 auf dem Kilimandscharo)[1] war ein polnischer Kajak-Fahrer, der drei Mal den Atlantischen Ozean mit einem Kajak überquerte.[2]

Aleksander Doba auf dem Pol’and’Rock Festival 2015
Das Kajak der Atlantiküberquerung 2010

Leben und Wirken

Aleksander Doba absolvierte ein Studium an der Polytechnischen Hochschule Posen. Von den 1970er Jahren bis zu seinem Tod lebte er in Police und war dort als Ingenieur im Chemiewerk angestellt.[3][4]

Aleksander Doba war in mehreren sportlichen Disziplinen aktiv, darunter Fahrradfahren, Wandern, Bergwandern, Segeln, Segelfliegen und Fallschirmspringen. Im Alter von 34 Jahren unternahm er seine erste zweiwöchige Kajak-Reise auf der Drawa in Polen.[5]

2010 startete er zu seiner ersten Überquerung des Atlantiks mit einem Kajak in Dakar im Senegal und erreichte nach 98 Tagen und 2.912 Seemeilen Acaráu in Brasilien. Hatte er hier die kürzeste Route gewählt, nahm er für seine zweite Überquerung die längste Strecke von Lissabon nach Florida. Er startete im Oktober 2013[6] und erreichte Florida ohne äußere Unterstützung nach 167 Tagen Fahrt im April 2014.[2]

Seine dritte Atlantik-Überquerung war für das Jahr 2016 geplant. Er startete in New York, musste jedoch nach vier Tagen vor der Insel Sandy Hook wegen Beschädigung seines Kajaks durch starken Wellengang aufgeben. Am 16. Mai 2017 startete er von Barnegat Bay (New Jersey) und erreichte 111 Tage später nach 6.680 km Le Conquet in der Bretagne.[7]

Seine Atlantik-Überquerungen 2010 und 2013/14 waren die längsten Open-Water-Kajakreisen, die je stattgefunden haben. Vom National Geographic wurde er 2014 zum „Abenteurer des Jahres“ ernannt.[8]

Am 22. Februar 2021 bestieg Doba den Kilimandscharo. Nachdem er mit seinen Führern den Gipfel erreicht hatte, verlor er dort das Bewusstsein und konnte nicht wiederbelebt werden.[9]

Literatur

  • Agata Loth-Ignaciuk: 14.000 Meilen über das Meer, Gerstenberg Verlag, Hildesheim, 2019, ISBN 978-3-8369-6014-4

Einzelnachweise

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