Alessandra García
spanische Schauspielerin, Regisseurin und Choreografin
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Alessandra García (geb. 1984 in Málaga) ist eine spanische Schauspielerin, Regisseurin und Choreografin.
Künstlerisches Schaffen
An der Escuela Superior de Arte Dramático (ESAD) in Málaga absolvierte sie ein Studium im Fach Interpretación textual.[1] Ihre Theaterkarriere begann sie bei der Compañía Bajotierra, wo sie Gemeinsam mit Alberto Cortés humoristisches zeitgenössisches Theater auf die Bühne brachte.[2]
Im Laufe ihrer Karriere beschäftigte sie sich mit Performance-Kunst und realisierte Projekte im Bereich der künstlerischen Bildung. Ihr Ansatz geht anders als beim traditionellen Theater in Richtung zeitgenössische Kunst, mit dem Ziel, die Regeln der Bühne zu brechen und das Publikum in den kreativen Prozess einzubeziehen.[3][4][5]
Seit 2023 leitet sie das Festival Autóctonxs von Málaga, das die Förderung örtlicher Talente zum Ziel hat. Im Teatro del Soho kommen dabei neue Ausdrucksformen und Disziplinen in der darstellenden Kunst zur Aufführung.[6][7] Im selben Jahr veranstaltete sie gemeinsam mit Antonio Banderas einen Dialog mit jungen Malagueños über die Zukunft der darstellenden Kunst, der Diversität auf der Bühne und den Netzwerken für junge Künstler. Auch die Sorgen über die Unsicherheit der Künstlerkarriere kamen zur Sprache.[8]
Im Mai 2024 erschien ihr Buch Oú. Es thematisiert die Demonstration vom 4. Dezember 1977 für die Verteidigung der Autonomie in Andalusien, bei der der Gewerkschafter Manuel José García Caparrós ums Leben kam, und beschreibt den Prozess, aus dem Text eine Inszenierung zu entwickeln.[7][9]
2025 verkörperte sie die Rolle der Erzherzogin und die von Lady R In einer szenischen Interpretation von Virginia Woolfs Roman Orlando unter der Regie von Marta Pazos. Das Stück kam im Teatro María Guerrero in Madrid zur Aufführung.[10][11] Im August desselben Jahres machte sie den Strand von Málaga zu ihrer Bühne mit der Performance La obra del mar, produziert von Antonio Banderas.[12]
Auszeichnungen
Für ihr Schauspiel Mujer en cinta de correr sobre fondo negro[13] wurde sie 2021 und 2022 ausgezeichnet
- als beste Darstellerin bei den VI. Premios Ateneo,[14]
- für das beste bahnbrechende Stück[15] bei den XXV. Premios Max,[16]
- und mit dem Kritikerpreis Premio El Ojo Crítico de Teatro „für ihren bahnbrechende künstlerischen und politischen Diskurs als Künstlerin, die sich mit sozialen Probleme auseinandersetzt“.[17]
Publikationen
- Oú. Disbauxa Editorial, Barcelona 2024, ISBN 978-84-12-70777-9.