Alexander Ferrauti

deutscher Sportwissenschaftler und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Alexander Ferrauti (* 7. August 1960 in Brühl) ist ein deutscher Sportwissenschaftler und Hochschullehrer.

Ferrauti bei einem Vortrag im April 2025

Werdegang

Ferrauti bestand 1979 sein Abitur in Hürth und studierte in Köln von 1980 bis 1988 Sportwissenschaft und Biologie. Ab 1985 war er Inhaber einer A-Trainerlizenz im Tennis und fungierte zudem als Wissenschaftsreferent und Trainerausbilder beim Deutschen Tennis Bund. Ab 1988 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportspiele der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS).[1] 1992 wurde seine Dissertation zum Thema „Tennis-Doppel und Spielerbeobachtung“ an der DSHS angenommen und mit dem „Toyota-Preis“ ausgezeichnet.[2] Von 1992 bis 1998 war er wissenschaftlicher Assistent und schloss 1997 seine Habilitation ab. Der Titel seiner Arbeit lautete „Der Energiestoffwechsel im Tennis. Eine trainingswissenschaftliche Analyse mit praktischen Empfehlungen für Leistungs- und Breitensport“.[3] Von 1998 bis 2002 war Ferrauti an der DSHS als Hochschuldozent tätig.[1]

2002 trat er an der Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (RUB) eine Professorenstelle für das Fach Trainingswissenschaft an.[4] Er war Mitglied im Senat der RUB und hatte von 2013 bis 2017 das Amt des Dekans der Fakultät inne. Zwischen 2011 und 2017 gehörte Ferrauti dem Sprecherrat der Sektion Trainingswissenschaft der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (DVS) an. 2017 fungierte er als Kongresspräsident des 22. Jahreskongresses des European College of Sport Science (ECSS) in Essen.[5] Ferrauti wurde 2019 in das Präsidium des ECSS gewählt. Im August 2023 wurde er ehrenamtlicher Präsident der Vereinigung[6] und war bis 2025 im Amt.[7][8]

Ferrauti lehrt das Fach Trainingswissenschaft in Bachelor- und Masterstudiengängen.[9] Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem trainingswissenschaftliche[10] und leistungsphysiologische Aspekte des Tennissports[11] und er gehörte zu den Verfassern des Werkes „Handbuch für Tennistraining“.[12] Er befasst sich darüber hinaus mit weiteren Sportspielen,[13] etwa in Bezug auf Aspekte der Leistungsdiagnostik[14] und Sporternährung.[15] Weitere sportwissenschaftliche Themenfelder sind der Nachwuchsleistungssport,[16] auch in Bezug auf die Talentsuche und -förderung,[17] der Freizeitsport,[18] der Alterssport[19] und das Regenerationsmanagement im Leistungssport.[20][21]

Internationale Publikationen (Auswahl)

Commons: Alexander Ferrauti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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