Alfred Bonz
deutscher Verleger
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Leben
Bonz’ Vater war der Verleger Adolf Bonz. Nach dem Examen an der Oberrealschule Stuttgart machte Bonz von 1872 bis 1875 eine Buchhändlerlehre in Würzburg, anschließend arbeitete er bei der J. B. Metzler'schen Verlagsbuchhandlung, wo auch sein Vater arbeitete. Nachdem der Vater sich als Verleger 1876 selbstständig gemacht und den Verlag Adolf Bonz & Cie gegründet hatte, blieb Alfred Bonz zunächst bei Metzler. Nach dem Tod des Vaters im Mai 1877 übernahm Alfred Bonz dann jedoch den väterlichen Betrieb, zusammen mit seiner Mutter und seinem Schwager Adolf Mehl. Zu den Autoren des Verlags gehörten unter anderen Joseph Victor von Scheffel, Heinrich Hansjakob. Ludwig Ganghofer, Hans Neuert, Karl Emil Franzos, Carl Stieler, Friedrich Theodor Vischer, Ludwig Hevesi, W. Lauser, Ludwig Pfau, Stephan Milow, Hans Arnold, Hermann Lingg, Woldemar Kaden und Edwin Bormann.[1]

1879 heiratete Alfred Bonz Antonie, geb. Wiedersheim. Im gleichen Jahr gründete er die Buchdruckerei A. Bonz’ Erben. 1880 übernahm Alfred Bonz dann die Gesamtleitung der Firma, 1905, nach dem Tod der Mutter, auch den Alleinbesitz. 1906 nahm Bonz seinen Schwiegersohn Carl Berkhan als Teilhaber auf.
Bonz engagierte sich daneben ehrenamtlich sowohl im Württembergischen als auch im Süddeutschen Buchhändlerverein, die er beide jahrelang auch leitete. Er war Vorstandsmitglied im Allgemeinen Deutschen Verlegerverein, gründete den Stuttgarter Buchhändlerverein mit und war im Börsenverein der deutschen Buchhändler aktiv. Ebenso war er in verschiedenen Buchdruckervereinen engagiert.
1910 wurde Alfred Bonz zum Kommerzienrat ernannt. Bonz wurde auf dem Pragfriedhof in Stuttgart beigesetzt.[2]
Literatur
- Kommerzienrat A. Bonz †. In: Württemberger Zeitung. Nr. 90, 15. April 1924, S. 5 (Digitalisat).
- Gestorben: Alfred Bonz. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Nr. 91, 16. April 1924, Redaktioneller Teil, S. 5290f. (Digitalisat).