Alfred Grannas

deutscher Diplomat From Wikipedia, the free encyclopedia

Alfred Grannas (* 22. Dezember 1960 in Rosenheim) ist ein deutscher Diplomat. Er war von 2018 bis 2022 Botschafter in Norwegen und von 2022 bis 2025 Botschafter in Pakistan. Seit 2025 ist er Botschafter in Bosnien und Herzegowina.

Laufbahn

Grannas leistete von 1980 bis 1981 Wehrdienst bei einer Spezialeinheit der Bundeswehr. Anschließend studierte er Rechtswissenschaft und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er legte 1986 das erste und 1989 das zweite juristische Staatsexamen ab. 1990 trat er in den Auswärtigen Dienst ein.

Von 1991 bis 1992 war er Referent für die UNESCO im Auswärtigen Amt. Die erste Auslandsverwendung führte ihn von 1992 bis 1995 an in die Botschaft Lima (1992–1995). Von 1995 bis 1997 war er im Parlamentsreferat des Auswärtigen Amts tätig. Anschließend war er von 1997 bis 1999 Büroleiter des stellvertretenden Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina. 1999 war er kurzzeitig Büroleiter des stellvertretenden Sondergesandten der Vereinten Nationen für den Kosovo. Von 1999 bis 2001 war er Botschaftsrat an der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York. Nach einer Aufgabe als Leiter des Reformstabs im Auswärtigen Amt von 2001 bis 2006[1] brachten ihn die Jahre 2006 bis 2010 als Stellvertreter des Botschafters erstmals in die Botschaft Oslo (Norwegen).[2]

In der Folge leitete er von 2010 bis 2012 im Auswärtigen Amt den Arbeitsstab Humanitäre Hilfe.[3] Im Mai 2012 wurde Grannas zum stellvertretenden Leiter der EU-Vertretung in Afghanistan[4] ernannt. Er kehrte 2014 in das Auswärtige Amt in Berlin zurück und war dort bis 2015 zunächst Beauftragter für die Vereinten Nationen und internationale Ordnung[5] und danach von 2015 bis 2018 Beauftragter für Infrastruktur und Sicherheit.[6]

Mitte 2018 wurde Grannas als Botschafter nach Oslo (Norwegen) und im Jahr 2022 nach Islamabad (Pakistan) entsandt.[7][8] 2025 wurde er Botschafter in Sarajewo (Bosnien und Herzegowina).

Grannas ist seit 2001 mit einer Norwegerin verheiratet[2] und hat einen Sohn.

Quellen

  • Lebenslauf. In: Webseite der Deutschen Botschaft Sarajewo. Abgerufen am 2. September 2025.

Einzelnachweise

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