Algerische Marine

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Die Algerische Marine (arabisch القوات البحرية الجزائرية, DMG al-quwwāt al-baḥriyya al-ǧazāʾiriyya) ist die Seeteilstreitkraft der Armée nationale populaire. Sie hatte 2022 eine Stärke von etwa 15.000 Soldaten.[1]

Aktiv1962 bis Heute
StaatAlgerien Algerien
TeilstreitkraftSeestreitkräfte
Schnelle Fakten Aktiv, Staat ...
القوات البحرية الجزائرية
Algerische Marine
Algerian National Navy

Algerische Seekriegsflagge
Aktiv 1962 bis Heute
Staat Algerien Algerien
Streitkräfte Algerische Streitkräfte
Teilstreitkraft Seestreitkräfte
Typ Teilstreitkraft (Marine)
Stärke 15.000 Soldaten
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Geschichte

Der Großteil der heutigen Ausrüstung stammt aus sowjetischer Produktion. In den 1980er Jahren wurde die algerische Marine mit sowjetischer Hilfe ausgebaut und ausgerüstet. Ziel war es, eine schlagkräftige, moderne Flotte aufzubauen, um mit benachbarten Ländern wie Marokko oder Libyen auf Augenhöhe zu sein und Einfluss über die eigene Küstenlinie hinaus ausüben zu können.[2]

Algerien plante eine Erneuerung der Fregattenflotte mit zwei neuen Einheiten. Beide Schiffe wurden im Mai 2012 bei ThyssenKrupp Marine Systems bestellt, in Kiel gebaut und orientieren sich am MeKo A-200 Design (Länge 121 m; Verdrängung etwa 3500 t). Die Seeausdauer wird mit 28 Tagen angegeben, die Besatzung soll 124 Mann betragen. Wesentliche Hauptwaffe ist der landzielfähige Flugkörper RBS 15 Mk3. Die Fregatten Erradii (910) und El Moudamir (911) wurden ab 2016 in Dienst gestellt.[3] Die Erradii wurde vom Oberbefehlshaber Generalleutnant Ahmed Gaïd Salah in Empfang genommen.[4] Die zweite algerische Fregatte El Moudamir wurde im Mai 2017 vom Kieler Tirpitzhafen nach Algerien überführt.

Zusätzlich wurden drei Mehrzweckkorvetten des Typs C28A aus der Volksrepublik China beschafft. Diese nahmen ab 2015 als Adhafer-Klasse den Dienst auf.[5]

Struktur

Das Hauptquartier befindet sich in Algier. Die Marine gliedert sich in die 1. Marineregion in Algier, die 2. Marineregion in Mers-el-Kébir und die 3. Marineregion in Jijel. Weitere Stützpunkte befinden sich in Annaba, Oran und Tamentfoust (Marineakademie).

Ausrüstung

Für die Erfüllung der Aufgaben der Marine verfügt diese über:[1][6]

Fregatten und Korvetten

Weitere Informationen Klasse, Bild ...
Klasse Bild Herkunft Anzahl Schiffe Anmerkungen
Name Kennung
Adhafer China Volksrepublik Volksrepublik China 3 Adhafer
El Fatih
Ezzadjer
920
921
922
Ausgerüstet mit YJ-83 Seezielflugkörpern, HQ-7 Flugabwehrraketen und zwei Type 730 CIWS Flugabwehrgeschützen.
MEKO 200 Deutschland Deutschland 2 Erradi
El Moudamir
910
911
Ausgerüstet mit RBS15 Seezielflugkörpern, Umkhonto Flugabwehrraketen und MU90 Torpedos.
Koni Sowjetunion Sowjetunion 3 Mourad Rais
Rais Kellich
Rais Korfu
901
902
903
Ausgerüstet mit RBU-6000 Wasserbombenwerfern.
F-15A China Volksrepublik Volksrepublik China 1 El Moutassadi 940 Ausgerüstet mit YJ-83 Seezielflugkörpern und HQ-10 Flugabwehrraketen.[7]
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U-Boote

Weitere Informationen Klasse, Bild ...
Klasse Bild Herkunft Anzahl Schiffe Anmerkungen
Name Kennung
Projekt 636
(Kilo-II)
Russland Russland 4 Messali el Hadj
Akram Pacha
El Ouarsenis
El Hoggar
021
022
031
032
Projekt 877
(Kilo-I)
Sowjetunion Sowjetunion 2 Rais Hadj Mubarek
El Hadj Slimane
012
013
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Patrouillenboote

Weitere Informationen Klasse, Bild ...
Klasse Bild Herkunft Anzahl Schiffe Anmerkungen
Name Kennung
Nanuchka-II Sowjetunion Sowjetunion 3 Rais Hamidou
Salah Rais
Rais Ali
801
802
803
Ausgerüstet mit SS-N-25 Switchblade Seezielflugkörpern, 9K33 Osa Flugabwehrraketen und einem AK-630 Flugabwehrgeschütz.
Djebel Chenoua Algerien Algerien 4 Djebel Chenoua
El Chihab
Al Kirch
Rais Hassen Barbiar
351
352
353
807
Ausgerüstet mit YJ-83 Seezielflugkörpern und einem AK630 Flugabwehrgeschütz. Die modifizierte Variante mit der Nr. 807 ist mit Type 730 CIWS Flugabwehrgeschützen ausgestattet.
Osa II Sowjetunion Sowjetunion 9 644–652 Ausgerüstet mit SS-N-2 Styx Seezielflugkörpern.
Kebir Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Algerien Algerien
9
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Minenjagdboote

Weitere Informationen Klasse, Bild ...
Klasse Bild Herkunft Anzahl Schiffe Anmerkungen
Name Kennung
Lerici Italien Italien 2 El Kasseh 1
El Kasseh 2
501
502
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Landungsschiffe

Weitere Informationen Klasse, Bild ...
Klasse Bild Herkunft Anzahl Schiffe Anmerkungen
Name Kennung
San-Giorgio Italien Italien 1 Kalaat Beni Abbes 474 Bewaffnet mit Aster Flugabwehrraketen. Kapazität für 5 Hubschrauber, 3 kleinere Landungsboote, 15 Kampfpanzer und 350 Soldaten.
Polnocny Sowjetunion Sowjetunion 1 555 Kapazität für 6 Kampfpanzer und 180 Soldaten.
LSTH Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 2 Kalaat Beni Hammed
Kalaat Beni Rached
472
473
Kapazität für 7 Kampfpanzer, 240 Soldaten und einem Hubschrauber.
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Hilfsschiffe

Weitere Informationen Klasse, Bild ...
Klasse Bild Herkunft Funktion Anzahl Schiffe Anmerkungen
Name Kennung
Japan Japan Forschungsschiff 1 El Idrissi 673
China Volksrepublik Volksrepublik China Schulschiff 1 Soummam 937 Ausgerüstet mit einem Hubschrauberlandeplatz.
Polen Polen Segelschulschiff 1 938 [8]
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Hubschrauber

Weitere Informationen Hubschrauber, Foto ...
HubschrauberFotoHerkunftVerwendungVersionAktiv[9]BestelltAnmerkungen
AgustaWestland AW101 Italien Italien
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Transporthubschrauber 5
AgustaWestland AW139 Italien Italien Mehrzweckhubschrauber 3
Westland Lynx Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Mehrzweckhubschrauber Super Lynx 130
Super Lynx 140
10
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Küstenverteidigung

Weitere Informationen Typ, Bild ...
Typ Bild Herkunft Version
Rubesch Sowjetunion Sowjetunion
YJ-12 China Volksrepublik Volksrepublik China CM-302
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Küstenwache

Zur Marine gehört die 500 Mann starke algerische Küstenwache, die ihr Hauptquartier in Annaba hat. Zur Ausrüstung gehört:[1]

Algerischer Schlepper El Moussif (702)

Patrouillenboote:

  • 6× Baglietto 20 (ItalienItalien)
  • 6× Baglietto Mangusta (ItalienItalien)
  • 12× Jebel Antar
  • 40× Deneb (FrankreichFrankreich)
  • 12× Alusafe 2000 (SpanienSpanien/ Algerien)[10]
  • 6× Kebir (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich/ Algerien)

Schlepper:

  • El Mourafik (261) (China Volksrepublik)
  • El Mounjid (701) (Norwegen)
  • El Moussif (702) (Norwegen)
  • El Moussanid (703) (Norwegen)

Siehe

Commons: Algerische Marine – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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