Alice Delaunay
französische Politikerin
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Alice Delaunay (geboren als Alice Sinturel am 3. Februar 1910 in Bellenaves; gestorben am 12. März 2003 in Bordeaux) war eine französische Lehrerin, Résistante und sozialistische Politikerin.
Leben
Alice Delauney wurde als Tochter des Unternehmers Léon Sinturel und von Marguerite Durand geboren.[1][A 1] 1934 heiratete sie Gabriel Delaunay, mit dem sie zwei Kinder hatte; Danièle und Michèle. Ihr Mann teilte ihren politischen Einsatz.[2]
Alice Delauney war während des Zweiten Weltkriegs in der Résistance aktiv und wurde dafür mit der Médaille de la Résistance ausgezeichnet.[3] Sie war nach der Befreiung von November 1944 bis August 1945 als eine von sechzehn Frauen Mitglied der Assemblée consultative provisoire (Provisorische Beratende Versammlung).
Als Generalinspektorin für das Bildungswesen war sie eine Vorreiterin bei der Einführung des Fremdsprachenunterrichts für Kinder im Kindergartenalter.[4] Sie war Mitbegründerin der Croix-Marine (Verband zur Unterstützung der psychischen Gesundheit) und ab Januar 1947 deren Vorsitzende.[5]
Werke
- L’acquisition précoce des langues vivantes par la méthode naturelle. In: Revue française de pédagogie. 1971 (persee.fr).
Weblinks
- DELAUNAY Alice. In: Le Maitron. (französisch).
- Pionnières et Résistants: Les 16 Femmes Déleguées à L’asemblée consultative provisoire de Paris. In: Sénat. (französisch).
- Angaben zu Alice Delaunay in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.
Anmerkungen
- Le Maitron bezeichnet sie als pupille de la nation (Mündel der Nation), was darauf hindeutet, dass Alice mindestens ein Elternteil im Ersten Weltkrieg verloren hat.