Alice Embleton
englisch-britische Biologin und Zoologin
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Alice Laura Embleton (* April 1876 in Epsom, Surrey; † 14. März 1960 in Bradfield, Essex) war eine englisch-britische Biologin und Zoologin. Sie war eine der ersten Frauen, die Naturwissenschaften am University College of South Wales and Monmouthshire studierte, und Teil der ersten Gruppe von Frauen, die 1905 zu Fellows der Linnean Society of London ernannt wurden. Embleton arbeitete an Pestiziden zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion. Sie war zudem eine bekannte Frauenwahlrechtsunterstützerin.


Leben
Embleton war das jüngste von fünf Kindern von Elizabeth Sophia und John Tasker Embleton. Sie besuchte die Sutton High School for Girls. 1895 schrieb sie sich am University College of South Wales and Monmouthshire (heute Cardiff University) ein und schloss ihr Studium 1899 mit einem Bachelor of Science mit Auszeichnung (First Class) ab.[1]
1900 erhielt sie das 1851 Exhibition Memorial Scholarship, ein dreijähriges Forschungsstipendium für „junge Wissenschaftler oder Ingenieure von außergewöhnlichem Talent“.[2] Sie nutzte das mit 150 Pfund dotierte Stipendium, um am Balfour Laboratory des Newnham College, Cambridge, zu arbeiten, gefolgt von einer weiteren Studienphase an der Sorbonne in Paris.[3] Sie publizierte dabei unter anderem zu Ruderfußkrebsen.[4]
1903 wurde sie als Zoologin in das durch den Board of Agriculture Act 1889 geschaffene Board of Agriculture aufgenommen. Sie erhielt das Mackinnon Studentship der Royal Society für Forschungen in den Biowissenschaften.[5]
Embleton war eine der ersten Frauen, die vor der Linnean Society of London im Burlington House sprachen.[6] Ihr am 4. Juni 1903 gehaltener Vortrag trug den Titel: Anatomy and Development of a Hymenopterous Parasite of a Scaly Insect (Lecanium hemisphaericum).[7] 1905 wurde sie zusammen mit fünfzehn weiteren Frauen zum Fellow der Linnean Society ernannt.[8] Die Archive der Linnean Society bewahren Embletons Korrespondenz mit der Gesellschaft auf; sie blieb bis 1917 Fellow.[9]
1906 veröffentlichte sie mit Koautoren die Arbeiten "On the synapsis in amphibia"[10] und "On the origin of the sertoli".[11]
In späteren Jahren betrieb sie Krebsforschung am Royal College of Science in South Kensington.[12]
Embleton war mit mehreren bekannten Frauenwahlrechtssaktivistinnen verbunden, darunter Evelina Haverfield, Vera Holme und Celia Wray. Die Volkszählung von 1911 zeigt, dass Embleton am Zähltag bei Wray im Fairfield House in Barnsley zu Besuch war. Wie viele andere Suffragetten hinterließen die beiden Frauen auf dem Zensusbogen Protestbotschaften, indem sie als Beruf „Getting votes for women“ eintrugen.[13] Gemeinsam mit Wray, Haverfield und Holme gründete Embleton die private Foosack League, deren Mitgliedschaft auf Frauen und Suffragistinnen beschränkt war; interne Hinweise deuten darauf hin, dass die Foosack League eine lesbische Gruppe war.[14] Sicher ist, dass die vier enge Freundinnen waren, was durch die zahlreichen zwischen ihnen gewechselten Briefe belegt ist, insbesondere während des Ersten Weltkriegs, in denen Embleton als „Alick“ und Wray als „Mr Wary“ bezeichnet werden.[15]
In ihren späteren Jahren lebte Embleton mit Wray in The Elms in Saxmundham in Suffolk.[16] Embleton starb 1960 in Essex.[17]