Alice Playten
US-amerikanische Schauspielerin
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Alice Playten (* 28. August 1947 als Alice Plotkin in New York City, New York; † 25. Juni 2011 ebenda)[1] war eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin.
Leben
Playten, die als Alice Plotkin geboren wurde, wuchs in Brooklyns Flatbush und Queens auf und erhielt Tanzunterricht an der Ballettschule der Metropolitan Opera. Im Alter von elf Jahren trat sie in einer Gastrolle in der Oper Wozzeck von Manfred Gurlitt auf und debütierte 1959 am Broadway. Dort war sie unter anderem in den Musicals Gypsy (als Baby Louise), Oliver! (als Bet) und Hello, Dolly! (als Ermengarde) zu sehen. Sie wurde ein regelmäßiger Gast in der Fernsehshow von Dick Cavett.[2] Im Alter von 20 Jahren wurde sie für das kurzlebige Musical Henry, Sweet Henry für den Tony Award nominiert und mit einem Theatre World Award ausgezeichnet. Playten gab 1963 ihr Kinodebüt in dem Film Ladybug, Ladybug von Frank Perry. Am Broadway trat sie in weiteren Engagements wie Rumors, Seussical und 2004 als Granda Gellman in Caroline, or Change auf. Bekannt wurde sie auch durch ihre Rolle als junge Braut in Alka-Seltzer-Werbespots aus den Jahren 1969 bis 1970.
Playten trat auch in Off-Broadway-Produktionen wie Promenade, Up From Paradise, Sister Mary Ignatius Explains It All for You, Sorrows of Stephen, Spoils of War von Michael Weller oder A Flea in Her Ear auf. Im Filmbereich war Playten vor allem für ihre Rolle als Blix in dem Sciencefictionfilm Legende unter der Regie von Ridley Scott aus dem Jahr 1985 bekannt. Sie war aber auch in Episoden von Fernsehserien zu sehen, wo sie Gastauftritte in Frasier und Law & Order mitspielte. Nach ihrer Hauptrolle an der Seite von Richard Masur in The Oldsmobiles am The Flea Theater im Jahr 2009 hatte Playten im September 2010 ihren letzten Bühnenauftritt in der Off-Broadway-Komödie It Must Be Him.[3] Sie war mit dem Schauspieler Joshua White verheiratet.[4] Sie war eine Cousine des Opernexperten Fred Plotkin (* 1956).
Auszeichnungen und Nominierungen
- 1968: Tony Award nominiert als Beste Hauptdarstellerin in einem Musical für Henry, Sweet Henry
- 1968: Theatre World Award für Henry, Sweet Henry
- 1973: Obie Award für Hervorragende Darstellung in National Lampoon’s Lemmings
- 1989: Drama Desk Award nominiert als Herausragende Hauptdarstellerin in einem Bühnenstück für Spoils of War
- 1994: Obie Award für ihre Rolle als Mamie Eisenhower in dem Musical First Lady Suite von Michael John LaChiusa
Tonaufnahmen (Auswahl)
- 1967: Henry, Sweet Henry (Original Broadway Cast) ABC Records (6. Nobody Steps On Kafritz archive.org im Audioarchiv – Internet Archive)
Filmografie (Auswahl)
- 1981: Heavy Metal (Sprechrolle)
- 1985: Legende (Legend)
- 1988: Felix – Der Kater (Felix the Cat: The Movie, Sprechrolle)
- 1991–1994: Doug (Fernsehserie, sieben Folgen, Sprechrolle)
- 1993: Ein Concierge zum Verlieben (For Love or Money)
- 1994: I.Q. – Liebe ist relativ (I.Q.)
- 1998: New York Undercover (Fernsehserie, eine Folge)
- 1999: Frasier (Fernsehserie, drei Folgen)
- 2001: Third Watch – Einsatz am Limit (Third Watch, Fernsehserie, eine Folge)
- 2001: Law & Order (Fernsehserie, eine Folge)
- 2001: Die Erziehung von Max Bickford
- 2005: Jung und Leidenschaftlich – Wie das Leben so spielt (As the World Turns, Fernsehserie, zwei Folgen)
- 2006: Das Buch Daniel (The Book of Daniel, Fernsehserie, zwei Folgen)
- 2007: Oy Vey
- 2009: Lieber verliebt (The Rebound)
Literatur
- Actress Alice Playten dies. Broadway belter known as mini Merman. In: Variety. 5. Juli 2011 (amerikanisches Englisch, variety.com).
Weblinks
- Alice Playten bei IMDb
- Alice Playten in der Internet Broadway Database (englisch)
- Fred Plotkin: In Memoriam: Alice Playten. 28. Juni 2011 wqxr.org
- Tony-Nominated Character Actress Alice Playten Dies at Age 63. 27. Juni 2011 (broadway.com)
- Literatur von und über Alice Playten im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek