Alina Janowska
polnische Schauspielerin
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Alina Maria Janowska-Zabłocka (* 16. April 1923 in Warschau; † 13. November 2017 ebenda) war eine polnische Schauspielerin.

Leben
Alina Maria Janowska wurde 1923 in eine reiche Warschauer Familie hineingeboren.[1] Sie wurde während der deutschen Besatzung am 23. April 1942 festgenommen, weil sie mit dem Untergrund kollaboriert und einer jüdischen Familie geholfen haben soll. Sie wurde sieben Monate in Pawiak inhaftiert.[2] Sie debütierte 1943 am Theater.[3]
1944 nahm sie aktiv am Warschauer Aufstand teil. Sie war Verbindungsoffizierin zum Battalion Kiliński.[4]
Nach dem Krieg ließ sie sich in Łódź nieder. Sie gab Tanzunterricht und trat in den Theatern Żołnierza und Syrena auf. 1947 trat sie am Teatr Nowy auf, von 1947 bis 1952 im Teatr Wojska Polskiego.[4] Von 1952 bis 1955 und 1960 bis 1965 gehörte sie erneut zum Ensemble vom Teatr Syrena, von 1956 bis 1960 war sie am Teatr Buffo beschäftigt, wo sie auch Regisseurin und Choreografin war. Von 1962 bis 1964 lehrte sie an der Musik-Hochschule in Warschau, die heute als Uniwersytet Muzyczny Fryderyka Chopina bekannt ist.[4] Von 1966 bis 1981 hatte sie eine Anstellung an der Teatr Komedia w Warszawie.
Bekannt wurde sie als Schauspielerin in den ersten Nachkriegsfilmen Polens. Ihr Debüt gab sie mit einer Rolle im Film Zakazane piosenki unter der Regie von Leonard Buczkowski. Sie spielte in Die letzte Etappe mit, der bereits 1948 das Schicksal der Juden im KZ Auschwitz thematisierte. In der Fernsehserie Wojna domowa bekleidete sie eine tragende Rolle.[4] Ihre letzten bekannten Rollen war als Eleonara Gabriel in der Seifenoper Złotopolscy von 1997 bis 2010 und der Seifenoper Plebania von 2010 bis 2011.
Privatleben
Alina Janowska war mit dem Fechter Wojciech Zabłocki in zweiter Ehe verheiratet. Das Paar selbst hatte zwei Kinder, die brachte in die Ehe eine Tochter aus ihrer ersten Ehe mit Andrzej Borecki, einem bildenden Künstler, mit.[5] Janowska starb am 13. November 2017 an den Folgen einer Alzheimer-Erkrankung.[6]

Filmografie (Auswahl)
- 1946: Zakazane piosenki – Regie: Leonard Buczkowski
- 1947: Die letzte Etappe (Ostatni etap) – Regie: Wanda Jakubowska
- 1948: Der Schatz (Skarb) – Regie: Leonard Buczkowski
- 1948: Ślepy tor – Regie: Bořivoj Zeman
- 1949: Die Teufelsschlucht (Czarci żleb) – Regie: Tadeusz Kański
- 1961: Samson – Regie: Andrzej Wajda
- 1961: Vergangenheit (Czas przeszły) – Regie: Leonard Buczkowski
- 1963: Backfisch (Smarkula) – Regie: Leonard Buczkowski
- 1965–1966: Wojna domowa (Fernsehserie) – Regie: Jerzy Gruza
- 1967: Eheberatung (Poradnik matrymonialny)
- 1968: Sekunden entscheiden (Stawka większa niż życie) (Fernsehserie)
- 1971: Der Specht (Dzięcioł) – Regie: Jerzy Gruza
- 1972: Podróż za jeden uśmiech
- 1976: Die Moral der Frau Dulska (Dulscy)
- 1985: Oh, Karol! (Och, Karol)
- 1991: V. I. P. – Regie: Juliusz Machulski
- 1991: Rozmowy kontrolowane
- 1997–2010: Złotopolscy (Fernsehserie)
- 2001: Wszyscy święci
- 2008: Niezawodny system
- 2010: Ostatnia akcja
- 2010–2011: Plebania (Fernsehserie)
Weblinks
- Alina Janowska bei IMDb
- Alina Janowska auf Filmpolski.pl