Alison Knowles
US-amerikanischer Künstlerin der Fluxus-Bewegung
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Alison Knowles (* 29. April 1933 in New York; † 29. Oktober 2025 ebenda[1]) war eine US-amerikanische Künstlerin der Fluxus-Bewegung.
Leben und Werk

Alison Knowles studierte am Pratt Institute Malerei bei Josef Albers, Adolph Gottlieb und Richard Lindner und schloss 1954 dort ihr Studium ab. 1962 reiste sie mit Dick Higgins, den sie 1960 geheiratet hatte, nach Europa, um an den ersten, von George Maciunas organisierten Fluxus-Veranstaltungen teilzunehmen.
Zu ihren Arbeiten gehören Buchobjekte wie das Big Book (1967) – ein „begehbares“ Buch, das Knowles’ eigenes Lebensumfeld in New York abbildete –, das Book of Bean (1983) für die Biennale Venedig und auch das frühe Multiple Bean Rolls (1963), in dem Texte über Bohnen als ein „canned book“ in eine Konservendose gepackt wurden.[2]
Mit ihrem Ehemann Dick Higgins zählt sie zu den Gründungsmitgliedern der Fluxus-Bewegung und erarbeitete zahlreiche Fluxus-Performances wie The Identical Lunch (1969) oder Make a Salad (1962). Andere Arbeiten gehören zur Klangkunst oder wurden als Hörspiele konzipiert, wie das vom WDR produzierte Bohnen Sequenzen (1982), für das sie den Karl-Sczuka-Preis erhielt.
Einige ihrer Werke sind im museum FLUXUS+ in Potsdam ausgestellt.
Alison Knowles lebte in New York.
Literatur (Auswahl)
- Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und Harlekin Art/Fluxeum: Fluxus da Capo. 1962 Wiesbaden 1992. Wiesbaden 1992, S. 120–127.
- René Block, Gabriele Knapstein (Konzept): Eine lange Geschichte mit vielen Knoten. Fluxus in Deutschland. 1962–1994. Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart 1995.
- Helmut Kronthaler: Knowles, Alison. In: Allgemeines Künstlerlexikon Online. de Gruyter, Berlin/Boston 2009, AKL LXXXI, 2014, 43.
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen
- 1958: Nonagon Gallery, New York.
- 1973: The Identical Lunch. Galerie Inge Baecker, Bochum.
- 1985: Bohnenweg. Galerie Inge Baecker, Köln.
- 2021: tinyBE • living in a sculpture, Wiesbaden Kranzplatz, The House of Dust, 1967/2021, Kuratorin Cornelia Saalfrank[3]
- 2024: Museum Wiesbaden: Alison Knowles. Retrospektive
Gruppenausstellungen
- 1963: Street Objects Cologne. Studio Wolf Vostell, Köln.
- 1966: The Big Book. Something Else Gallery, New York.
- 1982: 1962 Wiesbaden Fluxus 1982. Museum Wiesbaden, Nassauischer Kunstverein, Harlekin Art, Wiesbaden.
- 1989: Happenings + Fluxus. Galerie 1900–2000, Galerie du Genie, Galerie de Poche, Paris.
- 1992: Zufall als Prinzip. Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen.
Weblinks
- Literatur von und über Alison Knowles im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Alison Knowles bei artfacts.net
- Webpräsenz von Alison Knowles