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Alkalisierung

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Die Alkalisierung bezeichnet den Vorgang der Erhöhung des pH-Werts, so dass das Milieu alkalischer wird.

Begriffsdefinition

Regeneratfaserherstellung

Beim Viskosfaserspinnverfahren erfolgt die Alkalisierung der Zellulose mit 18 bis 22 %iger Natronlauge bei einer Temperatur von 17 bis 45 °C. Durch Abpressen wird ein Gehalt von rd. 30 % Alkalizelusoe eingestellt. In Blattform erzeugte Alkalizellulose wird anschließend zerfasert. Die entstehenden weißen, voluminösen Krümel werden dann bis zu 24 h vorgereit und dem Prozess der Xanthogenierung zugeführt.[1]

Textilveredelung

In der Textilveredelung versteht man unter Alkalisierung („Alkalisieren“) eine hydrolytische Behandlung von Chemiefaser. Bei PET-Fasern führt das zum Abschälen der äußeren Faserschicht (20–30 % des Eigengewichts), wodurch

  • eine Verringerung des Faserdurchmessers auftritt
  • ein geschmeidiger, seidenähnlicher Griff entsteht
  • die Bildung von Kratern und Einkerbungen auf der Oberfläche entstehen, woraus eine Mattierung der Faser resultiert[2][3]

Naturwissenschaft

Im naturwissenschaftlichen Kontext wie beispielsweise in der Bodenentwicklung (Pedogenese) wird der Vorgang der Erhöhung des pH-Wertes im Boden durch alkalische Stäube wie Magnesit, Zement oder Calciumcarbonat (siehe auch Kalkung) als Alkalisierung bezeichnet.

Medizin

Zur Prophylaxe eines Tumorlyse-Syndroms kann unter anderem eine Harn-Alkalisierung durch entsprechende Infusionen oder Medikamente vorgenommen werden, wodurch eine bessere Ausscheidung des Harns erreicht werden kann.

Ernährungswissenschaft

Mittels Alkalisieren kann man in der Kakaopulverherstellung zum einen Fett aus der Kakaomasse trennen und zum anderen Geschmack und Farbe des Kakaopulvers beeinflussen.[4]

Einzelnachweise

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