Alles hat seine Zeit (Kupke-Zerbe-Album)

Musikalbum von Jürgen Kupke und Hannes Zerbe From Wikipedia, the free encyclopedia

Alles hat seine Zeit ist ein Musikalbum von Jürgen Kupke und Hannes Zerbe. Die im Greve Studio in Berlin entstandenen Aufnahmen erschienen 2019 auf JazzHausMusik.

Veröffent-
lichung

2019

Format(e)

CD, Download

Schnelle Fakten Studioalbum von Jürgen Kupke & Hannes Zerbe, Veröffent-lichung ...
Alles hat seine Zeit
Studioalbum von Jürgen Kupke & Hannes Zerbe

Veröffent-
lichung

2019

Label(s)

JazzHausMusik

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

16

Länge

51:11

Besetzung

Produktion

Jürgen Kupke, Hannes Zerbe

Studio(s)

Greve Studio, Berlin

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Hintergrund

Klarinettist Jürgen Kupke und Pianist Hannes Zerbe hatten zuvor seit über 30 Jahre in gemeinsamen Projekten wie dem Brechtprogramm Alles wandelt sich (1991 mit Gina Pietsch) und Bands wie der Blechbland und dem Hannes Zerbe Jazz Ensemble gearbeitet. Alles hat seine Zeit war ihr erstes gemeinsames Album als Duo. Die Mehrzahl der Stücke hat Pianist Hannes Zerbe komponiert. Seine große Affinität zu Hanns Eisler wird nicht nur in seinen Kompositionen sichtbar, sondern auch in den Bearbeitungen von drei Eisler-Kompositionen („Vorspiel Winterschlachtsuite“, „Der Kirschdieb“, „Vom Sprengen des Gartens“). Daneben sind noch Interpretationen von Carla Bleys „Ictus“ und François Jeanneaus „Bram van Velde“ zu hören.[1] 2021 legte das Duo beim selben Label das Album Monalisa – Ballads and More vor.

Titelliste

  • Jürgen Kupke, Hannes Zerbe – Alles hat seine Zeit (JazzHausMusik – JHM 263)[2]
  1. Vorspiel Winterschlachtsuite (Hanns Eisler) 1:50
  2. Zeit 1 (Kupke/Zerbe) 0:58
  3. Pat XX 3:05
  4. Ballade in Grau 4:46
  5. Ictus (Carla Bley) 4:08
  6. Der Kirschdieb (Hanns Eisler) 2:32
  7. #13 1:58
  8. Vom Sprengen des Gartens (Hanns Eisler) 1:11
  9. Tango Satyr 3:33
  10. Up and Down 2:47
  11. Lydische Ballade 7:53
  12. Zeit 2 1:13
  13. Ajax 2 4:11
  14. Bram van Velde (François Jeanneau) 3:10
  15. Kleiner Walzer 2 4:17
  16. Für Bela 3:39

Soweit nicht anders ausgewiesen, stammen die Kompositionen von Hannes Zerbe.

Rezeption

Das Album wurde von der Jazzkritik positiv aufgenommen: Das Duo würde eine bildhafte und lyrische Musiksprache besonders in den eigenen Kompositionen pflegen, stellte Rainer Bratfisch im Jazz Podium fest.[3] „Ein kurzweiliges Album, gemacht für eine kleine Ewigkeit“, lobte Hans-Jürgen Schaal in Jazzthetik. „Jürgen Kupkes virtuoses Klarinettenspiel gehört zu den wertvollsten der europäischen Jazzszene. [...] Sein Partner Hannes Zerbe wiederum ist ein wunderbar eigenwilliger Pianist [...]. Dieses Duo führt uns auf einem abenteuerlichen Weg durch viele musikalische Gegenden.“[4]

Alles hat seine Zeit sei ein sehr gelungenes Duo-Debüt von Jürgen Kupke und Hannes Zerbe, meint Ingo Andruschkewitsch (Musik an sich). Die Kompositionen überzeugten, das Spielniveau sei enorm hoch und auch klanglich alles „im grünen Bereich“. Dies sei kammermusikalischer Jazz, der hoffentlich viele Liebhaber finde. Hier sei der Titel wirklich Programm. Spielerisch stehe sicherlich Jürgen Kupke ein wenig im Vordergrund, wie das bei einem Soloinstrument meist der Fall sei. Doch die Klavierbegleitung von Hannes Zerbe sei mindestens genauso wichtig und ebenso virtuos ausgeführt und dabei stets unaufdringlich. Das besitze Klasse.[1]

Kupke sei ein Klarinettenvirtuose, und sein Instrument stehe hier meist im Mittelpunkt; Zerbe, ein äußerst talentierter Pianist, scheine sich im Hintergrund wohlzufühlen, meint Anna Steegmann (The New York City Jazz Record). Alles hat seine Zeit sei größtenteils Jazz mit einem Hauch von Neuer Musik. Ganz gleich, ob man die schnelleren, experimentelleren Stücke oder die langsameren, melodiösen bevorzuge – Alles hat seine Zeit dürfte die Hörer verzaubern.[5]

Einzelnachweise

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