Allidochlor

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Allidochlor ist eine organisch-chemische Verbindung aus der Stoffgruppe der Carbonsäureamide (genauer Chloracetamide).

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Allidochlor
Allgemeines
Name Allidochlor
Andere Namen
  • N,N-Diallyl-2-chloracetamid
  • Randox
  • CDAA
Summenformel C8H12ClNO
Kurzbeschreibung

ölige, bernsteinfarbene Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 93-71-0
EG-Nummer 202-270-7
ECHA-InfoCard 100.002.065
PubChem 7157
ChemSpider 6890
Wikidata Q17310226
Eigenschaften
Molare Masse 173,64 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,04 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

25 °C[1]

Siedepunkt

116 °C (1 mm Hg)[2]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (20 mg·l−1 bei 20 °C)[3]

Brechungsindex

1,4932[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[5]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 312302319315411
P: 273280305+351+338[6]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Geschichte

Als erstes erfolgreiches Vorlauflauf-Herbizid wurde Allidochlor 1952 von Monsanto (heute Bayer AG) unter dem Handelsnamen Randox auf den Markt gebracht.[8][9][10]

Gewinnung und Darstellung

Die kommerzielle Synthese von Allidochlor erfolgt durch Reaktion von Chloressigsäurechlorid mit Diallylamin.[10]

Industrielle Synthese von Allidochlor
Industrielle Synthese von Allidochlor

Die dabei entstehende Salzsäure wird durch Zugabe von Natronlauge neutralisiert.

Toxikologie

Allidochlor ist stark hautreizend.[7]

Zulassung

Allidochlor ist in der Europäischen Union und in der Schweiz nicht als Pflanzenschutzwirkstoff zugelassen.[11]

Einzelnachweise

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