Allowissadula

Gattung der Familie Malvengewächse (Malvaceae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Allowissadula ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).[1] Die etwa zehn Arten kommen von den südlichen-zentralen Vereinigten Staaten, die dort vorkommenden Arten werden dort „false Indianmallow“[2] genannt, bis Mexiko vor.[3]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Allowissadula

Allowissadula lozanii, Illustration

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Unterfamilie: Malvoideae
Tribus: Malveae
Gattung: Allowissadula
Wissenschaftlicher Name
Allowissadula
D.M.Bates
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Beschreibung

Laubblätter, Blüten und Früchte von Allowissadula holosericea
Herbarbeleg von Allowissadula chiangii

Vegetative Merkmale

Allowissadula-Arten sind Halbsträucher. Die Sprossachsen sind aufrecht oder ausgebreitet.[4] Die vegetativen Pflanzenteile sind behaart und oft klebrig.[3]

Die wechselständig an den Stängeln angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die früh abfallenden Nebenblätter sind fadenförmig.[3][1] Die Blattspreite ist im Umriss eiförmig bis fast rund mit meist herzförmiger, seltener stumpfer oder etwas gestutzter Basis und sie ist nicht gelappt oder dreilappig mit gezähntem Blattrand.[3]

Generative Merkmale

Die stehen einzeln in den Blattachseln oder zu mehreren in zymösen, traubigen oder rispigen Blütenständen.[3] Es sind keine Nebenkelche vorhanden.[3]

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zu einem meist 8 bis 13,5 (5 bis 14) Millimeter langen Kelch verwachsen. Der Kelch ist nicht aufgeblasen. Die fünf Kelchzipfel sind glatt bis stark gerippt, eiförmig oder schmal bis breit dreieckig mit bespitztem bis beschwänztem oberen Ende.[3] Die fünf gelben bis orange-gelben, selten weißen, sich manchmal rosafarben verfärbenden Kronblätter sind glockenförmig verwachsen.[3] Die vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna, aber der obere Bereich der Staubfäden ist frei; sie überragen die Blütenkrone mehr oder weniger nicht.[3][1] Die fünf Fruchtblätter bilden einen oberständigen Fruchtknoten.[1] Jedes Fruchtblatt enthält drei mehr oder weniger hängende Samenanlagen.[3] Die fünf Griffel-Äste enden jeweils in kopfigen Narben.[3][1]

Der haltbare Kelch vergrößert sich bis zur höchstens wenig.[3] Die aufrechte, kreiselförmige Spaltfrucht (sie ist mehr oder weniger funktional kapselfruchtartig) ist nicht aufgeblasen, im Querschnitt fünflappig sowie sternförmig, ist pergamentartig bis verhärtend und behaart; sie zerfällt in fünf Teilfrüchte. Bei den zweikammerigen Teilfrüchten ist die untere Fruchtkammer mehr oder weniger trapezoidal sowie einsamig und die obere kantig-kugelförmig sowie zweisamig.[3][1] Die kahlen Samen sind verkehrt-eiförmig-nierenförmig.[3]

Chromosomensätze

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 8.[3][4]

Systematik und Verbreitung

Taxonomie

Die Gattung Allowissadula wurde 1978 durch den US-amerikanischen Botaniker, Ornithologe und Naturforscher George Latimer Bates (1934–2019) in Allowissadula, a new genus of North American Malvaceae. in Gentes Herbarum, Band 11, S. 337 aufgestellt.[5] Typusart ist Allowissadula lozanoi (Rose) D.M.Bates. Der Gattungsname Allowissadula setzt sich dem Präfix Allo- stammt vom altgriechischen Wort allos für „anders“ und der Gattung Wissadula, der sie ähnlich ist, zusammen. Die Gattung Allowissadula wurde durch Bates aufgestellt um Taxa aufzunehmen, zuvor in den Gattungen Wissadula sowie Pseudabutilon enthalten waren.[1]

Äußere Systematik

Die Gattung Allowissadula gehört Abutilon-Allianz der Tribus Malveae in der Unterfamilie Malvoideae innerhalb der Familie Malvaceae. Innerhalb dieser Verwandtschaftsgruppe wird die Stellung und Umfang der Gattungen noch diskutiert.[6]

Arten und ihre Verbreitung

Sie ist von den südlichen-zentralen Vereinigten Staaten (nur zwei Arten) bis Mexiko (alle Arten) verbreitet.

Es gibt neun[3] bis zehn Arten:[5]

  • Allowissadula chiangii M.C.Johnst.: Sie ist in Mexiko verbreitet.[5]
  • Allowissadula floribunda (Schltdl.) Fryxell (Syn.: Abutilon floribundum Schltdl., Sida keerlena Steud.): Sie ist in Mexiko verbreitet.[5]
  • Allowissadula glandulosa (Rose) D.M.Bates (Syn.: Wissadula glandulosa Rose): Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Querétaro sowie Hidalgo vor.[5]
  • Allowissadula holosericea (Scheele) D.M.Bates (Syn.: Abutilon holosericeum Scheele, Wissadula holosericea (Scheele) Garcke, Abutilon marshii Standl., Abutilon velutinum A.Gray nom. illeg., Wissadula insignis R.E.Fr): Sie ist von den südlichen-zentralen Vereinigten Staaten[3] bis Mexiko verbreitet.[5]
  • Allowissadula lozanoi (Rose) D.M.Bates (Syn.: Pseudabutilon lozanoi (Rose) R.E.Fr., Wissadula lozanoi Rose): Sie kommt vom südlichen Texas[3] bis zu den mexikanischen Bundesstaaten Nuevo León sowie Tamaulipas vor.[5]
  • Allowissadula microcalyx (Rose ex R.E.Fr.) D.M.Bates (Syn.: Wissadula microcalyx Rose ex R.E.Fr.): Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Nuevo León, San Luis Potosí sowie Tamaulipas vor.[5]
  • Allowissadula pringlei (Rose) D.M.Bates (Syn.: Pseudabutilon pringlei (Rose) R.E.Fr., Wissadula pringlei Rose): Sie ist in Mexiko verbreitet.[5]
  • Allowissadula racemosa (Schltdl.) Fryxell (Syn.: Allowissadula moorei D.M.Bates, Abutilon racemosum Schltdl., Sida racemiflora Steud.): Sie ist in Mexiko verbreitet.[5]
  • Allowissadula rosei (R.E.Fr.) D.M.Bates (Syn.: Pseudabutilon rosei R.E.Fr., Wissadula conferta Brandegee,): Sie ist in Mexiko verbreitet.[5]
  • Allowissadula sessei (Lag.) D.M.Bates (Syn.: Sida sessei Lag., Wissadula sessei (Lag.) Krapov., Abutilon trilobatum Hemsl., Sida oxyphylla DC., Sida triloba Sessé & Moc. nom. illeg., Wissadula acuminata Rose, Wissadula trilobata (Hemsl.) Rose): Sie ist in Mexiko verbreitet.[5]

Quellen

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