Alpinrodeln

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Alpinrodeln ist eine Schlittensportart. Sie unterscheidet sich vom olympischen Bahnrodeln dadurch, dass nicht auf speziellen Bahnen auf Eis gefahren wird, sondern auf regulären Skipisten mit Schnee und Toren wie in anderen alpinen Sportarten (z. B. Riesenslalom oder Super-G).[1][2]

Ein Alpinrodler in Vitbergsbacken während die Nationale Meisterschaftenwoche i Skellefteå 2018.

Geschichte

Christopher Fladvad in der Meisterschaftspiste 2018

Alpinrodeln als Sportart wurde von Christopher Fladvad in Schweden aus den mitteleuropäischen Sportarten Naturrodeln und Bahnrodeln entwickelt und wird in seiner heutigen Form seit 2014 in Schweden praktiziert, als es bei den schwedischen Meisterschaften in Umeå Premiere feierte. Der verwendete Schlitten (Rodel) wurde ursprünglich in Mitteleuropa für das Freizeitrodeln auf Skipisten entwickelt. Es ist eine relativ kleine Sportart mit etwa 500 Aktiven, aber seit Mitte der 2020er Jahre ist das Interesse in Europa gestiegen und es wurden eine Reihe von Wettkämpfen organisiert.[3]

Technik und Ausrüstung

Rodelschlitten des Alpinrodelns

Der Rodler liegt mit den Füßen voran auf dem Rücken. Der Rodler steuert den Schlitten, indem er ihn mit den Beinen beeinflusst, an einem Steuerseil zieht und sich mit den Händen an der Piste festhält. Alpinrodeln basiert auf der gleichen Technologie wie Naturrodeln, jedoch ist der Schlitten für Schnee statt Eis angepasst. Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h sind möglich.[4]

Wettbewerb

Alpinrodelübung in Bygdsiljumbacken, Schweden 2018

Schweden

Alpinrodeln wird zusammen mit Skeleton, Bob und Bahnrodeln vom Schwedischen Schlittensportverband (heute Schwedischer Eislaufverband) organisiert. Alpinrodeln ist seit 2014 Teil der Schwedischen Meisterschaftswoche. Die amtierenden schwedischen Meister (Skellefteå 2025) sind Luna Wiklund und Rickard Svedberg, beide vom Skellefteå Rodelverein.

Deutschland

In Deutschland ist der Sport Teil des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland und des Internationalen Rodelverbands (FIL).

Sportrodeln

Alpinrodeln kann auch auf den gleichen Loipen wie Naturrodeln gefahren werden, sofern diese nicht vereist sind. Diese Art des Rodelns wird Sportrodeln genannt und kommt üblicherweise ohne Slalomtore aus.

Siehe auch

Einzelnachweise

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