Alstom (Schweiz)
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Alstom (Schweiz) AG, Eigenschreibweise ALSTOM (Schweiz) AG, mit Sitz in Baden AG war die Schweizer Landesgesellschaft der Energietechniksparte des französischen Industriekonzerns Alstom, die von 2000 bis 2005 existierte. Das Unternehmen war im Bereich der Energieerzeugung tätig und umfasste die Entwicklung, Fertigung und Wartung von Gas- und Dampfturbinen und Generatoren sowie Dienstleistungen für thermische und erneuerbare Kraftwerke. Die Gesellschaft entstand Ende des Jahres 2000 aus der ABB Alstom Power (Schweiz) AG[3] und wurde im November 2015 zur General Electric (Switzerland) GmbH.[2]
| ALSTOM (Schweiz) AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 2000[1] |
| Auflösung | 2015[2] |
| Auflösungsgrund | Übernahme durch General Electric |
| Sitz | Baden AG, |
| Leitung | Jeannine Pilloud (CEO) |
| Mitarbeiterzahl | ca. 6000 |
| Branche | Energietechnik |
Geschichte
Die Wurzeln der Alstom (Schweiz) AG liegen in der Schweizer Kraftwerkstechnik von Brown, Boveri & Cie. (BBC). Neben der eigenen Kraftwerkstechnik, die auf das Jahr 1891 zurückgeht übernahm BBC 1967 das Traditionsunternehmen Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) und 1970 die Société Anonyme des Ateliers de Sécheron (SAAS). BBC bildete 1988 mit der schwedischen ASEA das Joint Venture ABB. Dieses Unternehmen gliederte im Januar 1990 die Aktivitäten der elektrischen Stromerzeugung und des Kraftwerksbaus in die Tochtergesellschaft ABB Kraftwerke AG (englisch ABB Power Generation Ltd) aus.[4] Nach dem Zusammenschluss der Stromerzeugerbereiche von ABB und Alstom wurde die Tochtergesellschaft im Oktober 1999 in das Joint Venture ABB ALSTOM Power (Schweiz) AG eingebracht.[5][6] Nach dem Ausstieg von ABB aus dem Joint Venture wurde das Unternehmen Ende 2000 in Alstom (Schweiz) AG umbenannt.[7] Nachdem General Electric (GE) die Energietechniksparte von Alstom übernommen hatte, wurde das Unternehmen im November 2015 zur General Electric (Switzerland) GmbH[8] und nach der im Jahr 2025 erfolgten Ausgliederung der Bereiche Stromerzeugung, Netzinfrastruktur und Digitalisierung aus General Electric in eine eigene Gesellschaft mit dem Namen GE Vernova wurde die Schweizer Tochtergesellschaft zur GE Vernova (Switzerland) GmbH.[9]
Tätigkeitsfelder
Die Alstom (Schweiz) AG war in den folgenden Geschäftsfeldern tätig:
- Entwicklung und Bau von Gas- und Dampfturbinen
- Konstruktion und Fertigung von Generatoren
- Modernisierung und Service bestehender Kraftwerke
- Engineeringdienstleistungen und thermodynamische Systemoptimierung
Standorte
Alstom (Schweiz) AG war einer der größten industriellen Arbeitgeber der Schweiz. In der Hochphase der Energiesparte beschäftigte das Unternehmen in der Schweiz ca. 6000 Mitarbeiter. Die wichtigsten Schweizer Standorte waren:
- Baden – Engineering, Turbinenentwicklung, Konzernforschung (Stammwerk von BBC)
- Birr – Fertigung, Montage, Modernisierung von Generatoren und Komponenten (in den 1960er Jahren erstelltes Greenfield-Werk von BBC)
- Oberentfelden – Fertigung von gasisolierten Schaltanlagen und Antrieben für Hochspannungsschalter (ehemaliges Sprecher-und-Schuh-Werk) sowie Projektierung von Umspannwerken (Profitcenter Gesamtanlagen).
