Alta (Tettsted)

Stadt in Norwegen From Wikipedia, the free encyclopedia

Alta (anhören/?; nordsamisch Áltá; kvenisch Alattio[1]) ist eine Stadt in der gleichnamigen norwegischen Kommune Alta in der Provinz (Fylke) Finnmark. Die Stadt stellt das Verwaltungszentrum der Kommune Alta dar und hat 16.382 Einwohner (Stand: 1. Januar 2025).[2] Alta ist die größte Stadt der Finnmark und sie zählt zu den nördlichsten Städten der Welt.

Schnelle Fakten Áltá, Alattio, Basisdaten ...
Alta
Áltá, Alattio
Alta (Norwegen)
Alta (Norwegen)
Alta
Basisdaten
StaatNorwegen Norwegen
Provinz (fylke) Finnmark
Gemeinde (kommune): Alta
Koordinaten: 69° 58′ N, 23° 16′ O
Einwohner: 16.382 (1. Januar 2025)
Fläche: 9,9 km²
Bevölkerungsdichte: 1655 Einwohner je km²
Höhe: 61 moh.
Verkehr
Straße: Europastraße 6, Europastraße 45
Nächster Flughafen: Flughafen Alta
Zentrum der Stadt
Zentrum der Stadt
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Geografie und Einwohner

Alta ist ein sogenannter Tettsted, also eine Ansiedlung, die für statistische Zwecke als eine städtische Siedlung gewertet wird.[2] Die Stadt liegt am inneren Ende des Altafjords an der Mündung der Altaelva. Das Umland der Stadt ist im Vergleich zum Rest der Kommune Alta tief und flach gelegen.[3]

Die Stadt Alta macht nur einen kleinen Teil der gleichnamigen Kommune aus. Während die Kommune Alta eine Fläche von insgesamt 3.848,82 km² hat, wird die Fläche des Tettsteds mit nur 9,9 km² angegeben. Der Rest der Kommune ist jedoch dünn besiedelt: 16.382 (Stand: 1. Januar 2025) der insgesamt 22.074 Einwohner der Kommune (Stand: 1. Januar 2026) leben im Tettsted Alta.[2]

Der heutige Tettsted Alta entstand durch das Zusammenwachsen der Orte Bossekop, Bukta und Elvebakken.[4] Bossekop ist heute ein Stadtteil im Südwesten der Stadt, Elvebakken im Nordosten.[3]

Die Einwohner der Stadt werden Altaværing genannt.[5]

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr 1960[6] 1970[6] 1980[6] 1990[6] 2000[7] 2011[7] 2020[7]
Einwohnerzahl 2931 5582 7719 9607 11.496 14.308 15.484
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Geschichte

Viele der heutigen Bewohner Altas sind Nachkommen von finnischen Einwanderern (Kvenen). Diese kamen insbesondere in den 1830er-Jahren ins nahe gelegene Kåfjord, um in der dortigen Kupfermine zu arbeiten.[8][9]

Beim Rückzug der deutschen Truppen im Herbst 1944 wurde Alta wie der Großteil der Ortschaften in der Finnmark und in Nord-Troms zerstört. Die Einwohner wurden zwangsevakuiert. Hintergrund für das Vorgehen der Deutschen war die Kriegstaktik der verbrannten Erde. Die Kirche von Alta wurde wie einige weitere Kirchen der Region nicht vollständig zerstört.[10][11]

Im Frühjahr und Sommer 1945 kam es zunächst zu einem provisorischen Wiederaufbau. Das heutige Stadtzentrum von Alta entstand auf einem Gebiet zwischen Elvebakken und Bossekop, das zuvor noch unbebaut war. Da sich der Wiederaufbau nicht an der historischen Bausubstanz orientierte, ist das heutige Stadtbild durch die Architektur aus der Nachkriegszeit geprägt.[12]

Alta hat seit 2000 den Status als Stadt.[13]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In der Stadt mündet die Europastraße 45 (E45) in die Europastraße 6 (E6). Die E6 verläuft in diesem Abschnitt in Ost-West-Richtung. Die E45 verläuft von Alta aus in den Süden. Sie führt unter anderem in die Ortschaft Kautokeino und nach Finnland.[3]

Der Hafen von Alta wird nicht von der Hurtigruten angelaufen. Allerdings bestehen von dort einige Fährverbindungen.[14] In unmittelbarer Nähe zum Hafen von Alta, im östlichen Stadtteil Elvebakken, befindet sich der Flughafen Alta. Von dort werden neben regionalen auch einzelne internationale Ziele angeflogen.[15]

Wirtschaft

Die Stadt Alta entwickelte sich mit der Zeit zu einem wichtigen Handels- und Servicezentrum für die Finnmark und Nord-Troms.[14] Viele der Industriebetriebe der Kommune liegen in und um Alta. Die Stadt wird auch als Nordlysbyen (deutsch Polarlichtstadt) vermarktet.[13]

Bildung und Kultur

Bildung

Im Bereich der Bildung nimmt die Stadt Alta eine wichtige regionale Funktion ein. So befindet sich in Alta ein Campus der Universität Tromsø.[16] Die weiterführende Schule in Alta (Alta videregående skole) ist die größte weiterführende Schule in der Finnmark. Die Schule geht auf das Gymnasium in Alta zurück, das im Jahr 1948 das erste Gymnasium in der Finnmark war.[17]

Medien, Kirchen und Sport

In Alta wird die Altaposten verlegt. Die Zeitung deckt Lokalnachrichten aus den Kommunen Alta, Kautokeino und Loppa ab.[18]

In der Stadt Alta befinden sich zwei Kirchen. Die Nordlichtkathedrale (Nordlyskatedralen) wurde 2013 fertiggestellt. Sie hat 350 Sitzplätze.[19] Architektonisch wurde sie Polarlichtern nachempfunden.[20] Die Alta kirke ist eine Holzkirche, die seit 1858 besteht. Sie verfügt über 230 Sitzplätze.[21]

Die Stadt Alta ist jährlich der Start- und Zielort des Finnmarksløpet, eines Schlittenhunderennens.[22] In der Stadt ist der Alta IF heimisch.

Name

Die Bedeutung des Namens Alta ist ungesichert. Eine Theorie sieht den Ursprung im altnordischen Wort „ǫlpt“ (Plural „alptir“; deutsch Schwan) und dem ursprünglichen Namen des Altafjords (*Alpti). Einer anderen Theorie zufolge leitet sich der Name vom samischen Wort „alda“ (deutsch Opferplatz) ab. Auch eine Ableitung vom finnischen „alaattia“ (deutsch Tiefland) wird diskutiert.[23][14]

Commons: Alta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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